Wer wie ich zum ersten mal in Italien unterwegs ist, darf die Hauptstadt Rom natürlich nicht auslassen. So viel geballte Geschichte und entsprechende Sehenswürdigkeiten gibt es selbst in Europa selten zu sehen!
Mit dem Bus von Florenz nach Rom

Da die Zugtickets nach Rom recht teuer waren, entschiedenen wir uns dieses mal für eine Fahrt mit dem Eurolines Bus, welcher mit 15 Euro pro Person im Vergleich echt günstig war.
Der Bus hatte allerdings 2 Stunden Verspätung, einen total hektischen & sicherlich übermüdeten Fahrer und die Fahrt dauerte knapp 5 Stunden.
Ersteindruck also eher nicht so positiv aber wer will schon meckern bei dem Preis?!
Selber kochen ist angesagt!

So begeistert wir von Venedig und Florenz auch waren, mit den Restaurants welche ständig versuchen einem Geld für irgendwelche „Extras“ aus der Tasche zu ziehen und dazu auch noch oft echt schlechte Qualität liefern, waren wir nicht so glücklich.
Gutes und entspanntes Essen ist uns beim Reisen recht wichtig und wenn dies nicht zu einem vernünftigen Preis problemlos zu finden ist, dann ist es halt mal wieder Zeit für ein Apartment oder Hostel mit eigener Küche!

Gesagt getan, für 5 Tage buchten wir uns in ein Apartment, in einem normalen Wohnviertel von Rom ein. Toll ausgestattete Küche inkl. Wohnzimmer mit Essbereich für nur 34,- Euro pro Nacht.
Für 2 Personen in Rom ein echtes Schnäppchen!
Kleiner Haken dabei: Das Apartment muss man sich mit einem anderen Zimmer teilen und der Blick vom Balkon in den Innenhof des Wohnbunkers ist sagen wir mal, nicht so prall.
großer Vorteil: Wo so viele Menschen wohnen gibt es auch viele und große (Super)märkte, welche es uns echt einfach machten jeden Tag bestens zu kochen.
Eine so große Auswahl an Pasta,- & Käsesorten hatten wir so bisher noch nicht in Supermärkten gesehen! Da macht selber kochen echt Spaß!
Rom ist ruhiger & schöner als erwartet

Von Rom waren wir beide vom ersten Tag an recht begeistert und auch positiv überrascht!
Die Stadt ist deutlich entspannter und sauberer als von uns irgendwie erwartet! Viele Straßen in der Altstadt sind verkehrsberuhigt und Roller, welche einen durch die Gassen jagen, gab es auch nicht (mehr?).
Chizuru war vor einigen Jahren schon mal in Rom und hat die Stadt noch deutlich negativer in Erinnerung.

Wir konnten also gemütlich durch die Gassen schlendern, uns ein antikes Highlight nach dem anderen ansehen und so die tolle Stimmung der Altstadt in Ruhe genießen.
Vor allem an den größeren Plätzen wie dem Piazza Navona hat es uns sehr gut gefallen. Einfach etwas rumsitzen, der Live Musik lauschen und dabei die vorbeiziehende Menschenmenge beobachten. Perfekt!

Besonders begeistert war ich auch vom Pantheon, in dem man locker eine Stunden nur damit verbringen kann dem Lichtspiel des Sonnenstrahls zu folgen!

Auch der Konstantinsbogen ist für mich ein echtes Highlight der Stadt, was ich vom daneben liegenden Colosseum nicht unbedingt behaupten kann. Die Geschichte dazu ist natürlich einzigartig aber was davon noch zu sehen ist, ist meiner Meinung nach nichts besonderes mehr.

Neben all den antiken Sehenswürdigkeiten finde ich aber auch schon den bunten Mix normaler Wohnhäuser, besonders innerhalb der Altstadt, echt sehenswert!
Viele Häuser haben super Dachterrassen von denen man einen genialen Blick haben dürfte.

Beim Spazieren sollte man stets die Verkehrsschilder im Auge behalten, denn auch in Rom hat sich der französische Künstler Clet an ihnen zu schaffen gemacht.
Super Idee mit vielen unterschiedlichen Motiven. Einfach mal in Google nach „Artist Clet Abraham“ suchen!

Für den kleinen Hunger zwischendurch findet man an jeder Ecke kleine Läden mit leckeren Pizza Snacks und für eine Abkühlung bzw. gegen den Durst helfen besonders an heißen Sommertagen zahllose Trinkwasserbrunnen in der Stadt.
Wo wir gerade beim Thema Brunnen sind … Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit neben dem Colosseum ist der Trevi Brunnen, welchen ich auch unbedingt sehen wollte, zur Zeit aber verdeckt und abgezäunt renoviert wird.
Sehr witzig war, dass eine Art Ersatzbecken aufgestellt wurde, so dass die Leute weiterhin ihre Geldmünzen reinwerfen können!?

Rom ist alles andere als klein und es gibt auch viel außerhalb der Altstadt zu sehen.
Bequemes Schuhwerk und ein paar Tage mehr als ein langes Wochenende sind daher echt empfehlenswert, besonders wenn man auch dem Vatikan einen Besuch abstatten möchte!
Die vatikanischen Museen sind schwer beeindruckend und schaffen es, das man die schieren Massen anderer Touristen, welche stets um einem herum schwirren, nicht mehr viel Beachtung schenkt.
Warteschlange ohne Ende

Ich glaube eine längere Warteschlange habe ich bei noch keinem anderen Museum zuvor gesehen!
Wer sich also nicht mehrere Stunden, schön in der Sonne bratend, die Beine in den Bauch stehen möchte, sollte sich seine Tickets vorab online reservieren!
Kostet zwar ein paar Euro mehr, dafür aber verkürzt sich die Wartezeit auf wenige Minuten.
Ein Highlight nach dem anderen

Verschiedenste Skulpturen, wunderschöne Fußbodenmosaike, eine riesige Galerie von Wandteppichen und eine unglaubliche Sammlung an einzigartigen Gemälden werden Dich beim Besuch für mehrere Stunden und auf einigen Kilometern beschäftigt halten.



Positiv überrascht war ich, das Fotografieren innerhalb der Museen fast durchweg erlaubt ist. Nur in der Sixtinischen Kapelle, wo der wohl bekannteste Ausschnitt „Die Erschaffung Adams“ in Michelangelos Deckengemälde zu sehen ist, zischen ständig Aufpasser rum, man möge keine Fotos machen und weiter gehen.

Einen kleinen Schnappschuss konnte ich mir trotzdem nicht verkneifen.
Zeit lassen & genießen

Viele Gänge und Räume sind recht schmal und oft findet man sich daher mitten in einer geführten Gruppe wieder, welche zügig von einem Highlight zum anderen flitzen möchte.
Man muss daher immer etwas aufpassen sich nicht von deren Tempo mitreissen zu lassen, um so die ganzen Details auch in Ruhe genießen zu können …


… oder auch einfach mal über den ein oder anderen verhüllten Bereich einen Blick zu werfen.
Nach einiger Zeit hat dies allerdings einen steifen Nacken als Nebenwirkungen, denn es wurde wirklich kein Fleck ausgelassen. Wände, Fußböden oder Decken, es gibt überall & ständig etwas Neues zu sehen!


Die einzigen Ecken in denen man Ruhe und etwas mehr Platz für eine längere Verschnaufpause hat, sind die wenigen Innenhöfe & Gärten zwischen den einzelnen Gebäuden.
Am Eingang der Pinakothek ist im Garten sogar ein Café zu finden welches ein kühles Bierchen serviert. Wer hätte dies im Vatikan erwartet?!
Abschluss in der Pinakothek


Durch die Vatikanische Pinakothek gingen wir erst am Ende unserer „kleinen“ Tour und hatten so einen unglaublich beeindruckenden Abschluss!

Komischerweise war es in den Räumen dort nicht so voll und so konnten wir die Gemälde in aller Ruhe durchgehen und uns auch auf die Details konzentrieren.

Auf den Audio-Guide, welcher am Eingang angeboten wird, kannst du meiner Meinung nach verzichten, denn in jedem Raum gibt es ausreichend Infotafeln, wenn du mal etwas nachlesen möchtest.
Petersdom beim nächsten Mal


In den Petersdom schafften wir es dieses Mal allerdings nicht.
Die Warteschlange war einfach zu lang und zu voll mit deutschen Jugendgruppen, was besonders mit der Papstaudienz am darauf folgendem Tag zu tun hatte.
Kein idealer Zeitpunkt für einen Besuch am Petersplatz, zumindest nicht wenn man sich nur für die Gebäude interessiert.
Hi, ich bin Oliver.
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Fräulein_ich
Halli Hallo,
bei diesem Beitrag kommen so viele tolle Erinnerungen auf. Rom gehört definitv zu einer der Städte die zu meinen Top Städten gehören. Allerdings ist es mittlerweile schon wieder 10 Jahre her, als ich das letzte mal dort war. Wird also doch mal wieder Zeit, Rom einen kleinen Besuch abzustatten :)
Dennis Str.
Danke Oliver für die vielen Bilder. Ich war auch dieses Jahr zum ersten Mal im antiken Rom. Es war spannend, mit eigenen Augen zu sehen, worüber ich im Lateinunterricht gelernt habe.
Patricia
Toller Artikel über Rom! War selbst auch dort vor paar Jahren, kann es kaum erwarten wieder nach Rom zu fahren! =)
Liebe Grüße von Patricia
Anett
Rom ist ebenfalls mein Favorit. Bislang habe ich es leider versäumt eine Bustour durch diese faszinierende Stadt zu unternehmen. Vielleicht wird es ja bei meinem nächsten Besuch etwas.
Dir aber vielen Dank für diesen spannenden und informativen Bericht über meine Lieblingsstadt.
LG Anett