Schon mal von Cáceres in der autonomen Region Extremadura kurz vor Portugal gehört?
Falls nicht, dann geht es dir wie uns! Bisher war dieses kleine Städtchen nicht wirklich auf unserer Bucketlist zu finden und ist eigentlich auch nur mit in unsere Reiseroute gerutscht, da wir von Madrid nach Lissabon nicht am Stück mit dem Bus fahren wollten.
Zum Glück! Cáceres hat eine wunderschöne, gut erhaltene Altstadt mit jeder Menge Geschichte und schicken kleinen Tapas Bars & Cafés zu bieten.
Fangen wir mit dem Anfang unserer Reise dorthin an.
Anreise & Fernbusse in Spanien
Cáceres hat selbst keinen eigenen Flughafen. Die meisten internationalen Besucher fliegen daher nach Madrid und fahren von dort aus per Bus oder Zug weiter, die Strecke dauert je nach Verbindung zwischen 3,5 und 4 Stunden.
In Spanien kommt man recht unkompliziert und dazu noch super günstig mit einem Fernbus von Stadt zu Stadt. Gute Erfahrungen konnten wir bisher mit Avanzabus sammeln.
- Tickets lassen sich bequem online bestellen (Ausdruck wird benötigt)
- Sitzplatz wird vorab reserviert, also sehr stressfrei wenn man zu zweit reist
- Busse sind modern und inkl. Anschnallgurt
- kostenloses WiFi im Bus


Die Strecke von Madrid nach Cáceres dauert aufgrund von Zwischenstopps knapp 4 Stunden und ist, zumindest im August, nicht sonderlich spannend. Die Hitze zu dieser Jahreszeit lässt die Gegend ziemlich vertrocknet & daher etwas langweilig aussehen.
Ein Besuch der Region ist im Frühjahr denke ich besser, da es reichlich Natur & viele nette Wanderstrecken rund um Cáceres gibt, welche dann in einem Blumenmeer versinken.


Unterwegs haben wir außerdem auf so gut wie jedem Strommasten mindestens 2 Storchennester liegen gesehen. Auch in Cáceres selbst sieht man auf jedem Turm und Kirche immer wieder eines dieser riesigen Nester.
Sicherlich sehr sehenswert und für uns ein Grund wieder zu kommen!
Weltkulturerbe seit 1986



Die Altstadt innerhalb der Mauern von Cáceres ist sehr entspannt und es scheint als würde die Zeit dort still stehen. Ein architektonischer Mix aus Zeiten der Römer, Mauren und Gotik wartet an jeder Ecke und man kann sich eigentlich gar nicht daran satt sehen.
Zentraler Anlaufpunkt ist der von Arkaden gesäumte Plaza Mayor, direkt daneben erhebt sich der gut 25 Meter hohe Torre de Bujaco aus dem 12. Jahrhundert, einer der Wahrzeichen der Stadt. Wer durch den Arco de la Estrella in Richtung Plaza de Santa María weitergeht, kommt an der beeindruckenden Konkathedrale Santa María vorbei.

Wer sich tagsüber in die Hitze wagt wird die meisten Gassen, Gärten und Museen komplett für sich haben, denn dann ist die Altstadt fast wie ausgestorben.
Die meisten Touristen, eh größtenteils Spanier, verlassen im August erst so ab 18 / 19 Uhr ihre schattige Unterkunft oder sitzen in einer Tapas Bar bei einem kühlen Caña (Bierchen).
Entspannter Tagesverlauf

An so einen gemütlichen Tagesablauf gewöhnt man sich auch recht schnell.
1. Schön lang ausschlafen.
2. In einem der Cafés bei einem Kaffee eines der leckeren Baguettes mit frisch geschnittenem Jamón Ibérico genießen.


3. Zum späten Mittag hin, sollte man sich nicht das Menu del Dia (Tagesmenü) in den Restaurants entgehen lassen! Preislich immer ein super Deal.
4. Nach einer längeren Siesta gehts am späten Abend erneut raus zum Sightseeing und beendet den Tag mit ein paar Tapas & Cañas in diversen Bars.
Dabei ruhig immer die Preise vergleichen, denn ein kleines Bierchen kostet mal 40 Cent oder auch 1,50 Euro.
Besonders Ketten wie Lizarran, welche überall in Spanien zu finden ist, haben oft Specials und sind enorm günstig (gratis Bier zum Pincho, Pinchos für 1 Euro, 1 Euro für 12 Shrimps etc…).
Das mann da nicht unbedingt die beste Qualität immer erwarten darf, sollte jedem klar sein.
Sonst gibt es eigentlich auch nicht viel zu tun und wir sind wohl einer der wenigen Touristen die ganze 5 Nächte in Cáceres verbrachten und es nie so richtig aus der Altstadt schafften.
Tipp: Wer mit dem Auto anreist sollte unbedingt noch Mérida und Trujillo besuchen! Wir sind nur mit dem Bus durchgesaust, beide sahen aber sehr interessant aus!
Beste Reisezeit für Cáceres
Cáceres liegt in der Extremadura und hat ein mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchteren Wintern. Im Hochsommer klettern die Temperaturen locker über 35 Grad, und die Region wirkt dann ziemlich vertrocknet.
Die ideale Reisezeit ist daher Frühjahr oder Herbst, wenn die Temperaturen angenehm warm sind. Im Frühjahr kommt dazu, dass die Natur rund um Cáceres in einem Blumenmeer versinkt und auch die zahlreichen Storchennester auf Kirchtürmen und Strommasten dann bewohnt sind, die Störche kommen im Februar/März zum Brüten.
Unser Fazit
Cáceres hat uns positiv überrascht: ein kleiner, eigentlich nur der Reiseroute geschuldeter Zwischenstopp, der sich als eine der entspanntesten Altstädte entpuppte, die wir bisher gesehen haben.
Nächster Stopp: Lissabon im schönen Portugal, unseren Bericht dazu findest du hier.
Hi, ich bin Oliver.
Sevilla, die wohl schönsten Stadt Spaniens
Zu Besuch bei den Gondoliere in Venedig
Strände, Steilküste & viele Bars in Lagos
Martin
Schöner Bericht, aber Kaffee zusammen mit Jamón Ibérico ist für Spanier undenkbar.
Oliver
Freut mich Martin. Beim Thema Käffchen mit und nen leckeres belegtes Baguette, vor allem mit Jamón, bin ich allerdings anderer Meinung. Das gehört zum Standard Frühstück, neben dem ganzen Süssgebäck. Haben es selbst über Jahre so täglich erlebt und gegessen. ;) vg, Olli
Vanessa
Das war ein super Bericht, war vor ein paar Tagen in dieser wunderschönen Stadt und kann dir nur zustimmen. Einfach herrlich dort
Oliver
Freut mich. Werde mich mal bei dir im Blog umsehen, was du noch so in der Region entdeckt hast. vg, Olli