
Die Altstadt von Chiang Mai, welche von einem Wassergraben umgeben ist und eine quadratische Form hat, ist berühmt für ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Eine Seite dieses Quadrats ist etwa 1,5 km lang, sodass man die Altstadt von Chiang Mai gut zu Fuß erkunden kann.
Allerdings besuchten wir die Stadt im heißen Juni, und es war zu heiß, um einen gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt zu machen.
Deshalb beschränkten wir unseren Besuch auf das Wat Chedi Luang, das wir unbedingt sehen wollten. Wie bereits erwähnt, ist die Altstadt nicht sehr groß, daher muss man, um zum Wat Chedi Luang in der Mitte zu gelangen, so oder so an anderen Highlights vorbei.




Der Wat Chedi Luang bestand ursprünglich aus drei Tempelanlagen, die zusammengelegt wurden, deshalb gibt es mehrere Tempel verschiedener Stile, die in der Anlage verteilt sind. Der Bau des ältesten Chedi begann im 14. Jahrhundert und war bei seiner Fertigstellung Mitte des 15. Jahrhunderts das höchste Gebäude in Chiang Mai.

Doppelzimmer für ca. 25EUR/ Nacht incl. Frühstück
Das Hotel liegt in der Altstadt, bequem, um alles zu erreichen. Sehr sauber, veganes Menü verfügbar.
Pause machen, wenn es zu heiß wird

Zu heiß für Sightseeing? Dann macht eine entspannte Pause in einem der vielen Cafés.
In der Altstadt von Chiang Mai und Umgebung wimmelt es nur so von Instagram-tauglichen Cafés. Viele Cafés und Restaurants in Chiang Mai sind in traditionellen Häusern untergebracht, die in Bangkok nur in den Vororten zu finden sind, weshalb eine Pause durchaus zum Sightseeing-Erlebnis gehört.


Nach Sonnenuntergang empfiehlt sich ein Besuch auf dem Night Bazaar.
Die Night Bazars in Chiang Mai sind täglich von 17 Uhr bis Mitternacht geöffnet. Es gibt fünf Nachtmärkte, wobei der Ploen Ruedee Night Market und der Chiang Mai Night Bazaar die bekanntesten sind. Einige Märkte sind überdacht, sodass man sie auch bei Regen gut besuchen kann. Außerdem gibt es mehrere Nachtmärkte, die nur an den Wochenenden geöffnet sind. Also an Aktivitäten nach Einbruch der Dunkelheit mangelt es in Chiang Mai nicht.
Anreise Chiang Mai
Da Chiang Mai eine große Stadt im Norden Thailands ist, gibt es viele Möglichkeiten der Anreise.
Wir sind mit Orient Thai Airlines nach Chiang Mai geflogen, aber die meisten Fluggesellschaften fliegen mehrmals täglich nach Chiang Mai, also könnt ihr euch die Fluggesellschaft aussuchen, die eurer Zeit und eurem Preis entspricht.

Die Airline hat nicht den besten Ruf, war aber mal abgesehen von einer kleinen Verspätung recht in Ordnung und der Flug von Bangkok nach Chiang Mai dauerte nur knapp 1 Stunde. Nach dem Fliegen ist die nächste bequeme Art zu reisen die Fahrt mit dem Nachtbus. Die Fahrt von Bangkok nach Chiang Mai dauert etwa 10 Stunden und kostet zwischen 500 Baht (nicht sehr komfortabel) und 900 Baht (Luxus-Vip-Bus).
Ein zeitaufwändiges, aber einmaliges Erlebnis ist der Nachtzug, der zwischen Bangkok und Chiang Mai verkehrt. Auf der Rückreise von Chiang Mai nach Bangkok haben wir den Zug genommen und es war eine interessante Erfahrung. Die Preise sind je nach Klasse höher als bei Bussen, aber wir würden den Zug auf jeden Fall empfehlen.
Blogbeitrag über unsere Erfahrung mit dem thailändischen Nachtzug
Transfer vom Flughafen Chiang Mai in die Stadt
Am Flughafen nahmen wir uns ein Taxi innerhalb des Terminals an einem Stand mit der netten Aufschrift Metered Taxi. Kurz die Anschrift des Gästehauses gezeigt und uns wurde dann doch ein Festpreis von 120,- Baht angeboten. Wir lehnten ab und bekamen nach der Zahlung von 50,- Baht ein Metered Taxi zugewiesen und zahlten nach etwas suchen dann doch knapp 120,- Baht ….
Ob der Fahrer nun wirklich suchen musste oder nur so lange gefahren ist bis die 120 Baht voll waren, keine Ahnung und ich glaube die 50,- Baht hätten wir auch nicht wirklich zahlen müssen wenn wir uns einfach draußen ein Taxi genommen hätten?!

Neben Tempel & Bar Hopping, wollten wir auch etwas von der Natur in der Umgebung von Chiang Mai sehen.
Wir buchten uns daher eine Trekking Tour mit Guide bei Pandatour über das Funky Monkey Guesthouse. Die beiden Betreiber sind super nett, können einen gut beraten was man wo machen möchte und ob es dann auch zur Jahreszeit passt, denn an Angeboten mangelt es hier nicht.
Wir wollten einfach nur laufen, also kein paddeln auf einem Bamboo-Floss, kein Mini Rafting und erst recht möchte ich keine Bild von einem Elefanten gemalt bekommen …. und so kamen wir auf die Tour mit dem passenden Namen TREK & TOUR: 1 DAY ONLY WALKING und buchten diese für stolze 1.000,- Baht pro Person.
Abgeholt wurden wir mit einem kleinen Bus morgens um 8:30 Uhr, mussten also nach langer Zeit mal wieder mit dem Wecker aufstehen Die Fahrt bis zum Startpunkt in einem Dorf dauerte knapp 2 Stunden, unterwegs hielten wir noch bei einem kleinen Markt wo wir uns mit Keksen und Wasser eindecken konnten.
Mit der Gruppe hatten wir recht Glück, denn mal abgesehen von unserem Guide „Simon“ kam nur noch ein holländisches Pärchen mit zum Trekking, alle anderen gingen direkt weiter zu einem Elefanten den Rücken waschen.


Unser Guide ist in dieser Gegend aufwachsen und hatte im Gegensatz zu uns nur schlappen an, 2 Flaschen Energiedrinks und eine Machete bei sich.


Wie man auf den Fotos sieht, hatten wir wieder traumhaftes Wetter und waren über jeden schattenspendenden Baum froh. Der Anblick der satten grünen Natur war einfach super und ein leichtes Dschungelfeeling kam hoch.



Es ging Berg auf und Berg ab, war deutlich anstrengender als gedacht, aber wir hatten immer das Ziel „Wasserfall“ vor unseren Augen, welchen wir nach glaube ich knapp 2 Stunden laufen dann auch erreichten.
Unterwegs machten wir immer mal Pausen wo wir entweder auf rumhängenden Wurzeln / Lianen schaukelten oder Simon uns ein paar Früchte pflückte. Bananen, Orangen, Jackfruit, stinke Durian uvm… alles hier zu finden.
Auch wenn der Wasserfall etwas kleiner als erwartet war, nach 2 anstrengenden Stunden in der Hitze dauerte es keine Minute und wir sprangen alle ins kühle Wasser. Am liebsten wären wir hier gar nicht mehr weggegangen.
Simon war gar nicht mehr zu stoppen, er sprang von jeder Ecke aus in das nicht gerade tiefe Wasser, rutschte die Felsen entlang und wir dachten alle nur, würden wir den Weg auch alleine wieder zurückfinden?
Nachdem wir wieder alle trocken waren, ging es auch schon weiter und knapp 30 Minuten später erreichten wir ein kleines „Dorf“ wo wir unser Lunch hatten. 2 vegetarische Thai Gerichte mit Reis, sehr lecker und zum Nachtisch frische Ananas.


Der Rückweg zog sich dann etwas, denn nach dem Essen hätten wir uns entweder einfach gerne in eine Hängematte zum Nickerchen gelegt oder mit dem Kleinen auf dem Feld im Wasser gespielt.

Simon zeigte uns dann noch, wie man Frauen beeindruckt, in dem man Seifenblasen aus Blätter pustet.
Die Rückfahrt war dann leider nicht mehr im schön gekühltem Minivan, sondern in einem offenen Sammelbus mit zu vielen Leuten, da wir noch eine Gruppe aus einem der Elefantencamps abholten.
Dafür gibt es einen Punktabzug in der Wertung, ansonsten können wir die Tour absolut empfehlen. Kurz nach 18 Uhr waren wir zurück in Chiang Mai und die ersten, die den Bus verlassen konnten.
Mit glühenden Socken legten wir erst mal eine Pause im Gästehaus ein, rafften uns dann aber noch mal auf um ein wenig durch den berühmten Sunday Night Market zu bummeln und haben beim Rückweg noch eine sehr nette Bar entdeckt, wo ich mir als Ergänzung zum vegetarischen Lunch noch ein Cordon Bleu gönnte.
Hi, ich bin Oliver.
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