Bangkok ist nicht unbedingt ein Ort der Erholung und grünen Parks. Ganz im Gegenteil. Mehrspurige Straßen, oft kaum zu ertragene Abgas Wolken und ein Geräuschpegel, der die eigenen Ohren an ihre Grenzen bringen kann.
Die grüne Lunge Bangkoks

Der Lumphini Park ist da der perfekte Ausgleich. Dank stetiger Bewässerung und zig Gärtnern – glaube hier gibt es mehr Gärtner als Besucher – ist der Park sehr grün und obwohl er mitten in der Stadt liegt, auch recht ruhig.
Mit rund 57 Hektar ist er der größte Park im Zentrum Bangkoks und wurde bereits in den 1920er Jahren von König Rama VI. auf einem ehemaligen königlichen Grundstück angelegt, als erster öffentlicher Park der Stadt überhaupt. Seinen Namen verdankt er Lumbini in Nepal, dem Geburtsort Buddhas – ein Hinweis auf die eigentlich recht friedliche, spirituelle Bedeutung dieses grünen Flecks.

Als der Park entstand, lag er noch am Rand der Stadt. Mittlerweile ist Bangkok drumherum gewachsen, und der Lumphini Park liegt eingerahmt von Hochhäusern mitten im Geschäftsviertel Silom, nicht ganz unähnlich dem Central Park in New York.
Zu erreichen via BTS (Sala Daeng, Silom Line) oder MRT (Lumphini bzw. Si Lom, Blue Line), beide liegen direkt an einem der Parkeingänge.
Wer nicht mit der Bahn möchte, bestellt sich am einfachsten per App ein Grab (in Thailand die Nummer 1 seit der Übernahme von Uber, mittlerweile aber oft etwas teurer) oder Bolt (meist die günstigere Alternative, in Bangkok gut verfügbar). Für kurze Strecken und wenn’s mal wieder besonders eng im Verkehr wird, sind die orangefarbenen Motorcycle-Taxis an quasi jeder Ecke eine Option – nichts für schwaches Nervenkostüm, aber garantiert die schnellste Art durch Bangkoks Verkehr zu kommen. Klassische Taxameter-Taxis gibt’s natürlich auch weiterhin, mit App meist aber stressfreier als am Straßenrand zu winken.

Der Park hat außerdem zwei künstlich angelegte Seen, auf denen sich Tretboote mieten lassen – eine schöne, wenn auch bei der Hitze schweißtreibende Art, dem Trubel der Stadt für eine Weile zu entkommen.



Sport, Tai Chi & das Leben der Bangkoker

Der Park wird außerdem von vielen Sportlern zum Joggen, Fahrrad fahren und Tai Chi genutzt. Auch ein paar Sportgeräte sind hier aufgestellt, die allerdings nicht mehr ganz so frisch aussehen.
Am lebendigsten ist es hier übrigens früh morgens, wenn die Bangkoker vor der Hitze und der Arbeit noch eine Runde Sport treiben – der Eintritt ist grundsätzlich kostenlos, und der Park hat täglich schon ab etwa 4:30 Uhr bis in den späten Abend geöffnet.
Zur Mittagszeit da, also wenn die Temperaturen schon mal auf knapp 40 Grad klettern können, bekommt man von den sportlichen Aktivitäten der Bewohner nicht mehr so viel mit.
Von den üblichen „verrückten“ Joggern mal abgesehen …
Die berühmten Warane des Parks


Die Mittagszeit gehört hier auch eher anderen Bewohnern der Stadt, den Waranen, welche sich rund um die beiden Seen prima beobachten lassen. Wir hatten auch schon öfters das Glück, ein besonders großes Exemplar beim Verspeisen eines ebenfalls großen Wels Fisches beobachten zu können.
Genauer gesagt handelt es sich um Bindenwarane (Varanus salvator), auch Wasserwarane genannt, die hier teilweise beeindruckende Längen von bis zu 2 Metern erreichen können. Die Population im Park hat sich über die Jahre so stark vermehrt, dass es immer wieder Beschwerden von Anwohnern und Versuche der Stadt gab, einen Teil der Tiere umzusiedeln.


Schon komisch, man ist mitten in der Stadt und hier rennen solche Teile frei rum! Das die hier in noch keiner Garküche gelandet sind ….
Wer noch mehr Lust auf ruhige, grüne Ecken abseits des Bangkok-Trubels hat, dem sei auch unser Ausflug mit dem Fahrrad durch Phra Pradaeng, die andere grüne Lunge Bangkoks, empfohlen.
Hi, ich bin Oliver.
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