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Tipps für deine Reise um die Welt

Sandakan & Borneo Wildlife – Orang-Utans, Dschungel & Kinabatangan

Reiseblog Malaysia Urlaub

aktualisiert 13.07.2026 | veröffentlicht 12.02.2014

Es zog uns mal wieder Richtung Malaysia und dieses mal auf die drittgrößte Insel der Welt, Borneo! Heimat von Orang Utans, Nasenaffen, Schlangen, Hornvögel, Koboldäffchen uvm…..

Wir planen ja aktuell unsere Weiterreise Richtung Afrika, wollten Südostasien aber nicht verlassen, ohne einen Teil von Borneo und seine Bewohner gesehen zu haben.

Borneo ist zwischen Indonesien und Malaysia aufgeteilt und wir entschieden uns den malaysischen Teil Sabah für 10 Tage zu bereisen.

Unser Flug ging von Bangkok, begleitet von einem wunderschönen Sonnenaufgang, via Kuala Lumpur nach Sandakan, eine kleine Fischerstadt an der Ostküste im Norden Borneos.

Regenzeit in Borneo

sandakan-welcome-schild

Den Zeitpunkt unserer Borneo-Reise hätten wir vielleicht etwas besser planen sollen, denn der Januar gehört zu den regenreichsten Monaten des Jahres und dementsprechend grau wurden wir in Sandakan auch begrüßt.

Unser Hostel in Sandakan

Wir buchten vorab ein Zimmer mit Gemeinschaftsbad im Harbourside Backpackers, welches auch schnell gefunden war. Die Lage in Sandakan könnte nicht besser sein und auch sonst war das Hostel eines der Besten (vor allem saubersten) was wir in den letzten Monaten so hatten!

Bei Ankunft befürchteten wir allerdings schlimmstes, denn wenn solch ein Haufen Schuhe am Eingang liegt, sieht das Gemeinschaftsbad meist ähnlich aus

Dem war aber zum Glück nicht so und auch der Gemeinschaftsbereich war sehr nett und gemütlich mit Potential zum versacken, denn die DVD Kollektion konnte sich sehen lassen (wobei irgendwie eh immer Hangover 1-3 lief).

Hafenpromenade in Sandakan

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Bevor wir uns die Hafenpromenade, eines der wenigen Highlights innerhalb der Stadt, anschauten, stoppten wir kurz im Curry House nebenan.

Wenn wir eine Sache an Reisen in Malaysia lieben, dann ist es das Essen. Indisch, chinesisch und natürlich malaysisch, alles super lecker und dazu auch noch unglaublich günstig.

sandakan-hafen-waran

Die Waterfront ist tagsüber sehr verschlafen und bis auf einen Waran und ein paar Booten des Militärs gab es eigentlich nichts zu sehen.

Touranbieter in Sandakan

Die restlichen dann auch verregneten Stunden des Tages verbrachten wir mit der Planung von Ausflügen und unserer Weiterfahrt nach Kota Kinabalu.

Touranbieter gibt es einige und in unterschiedlichsten Preisklassen. Wir sahen uns verschiedenste Angebote an, verglichen online, buchten dann aber doch direkt bei uns im Hostel. Preislich gab es da keinen Unterschied.

Wir entschieden uns für ein Packet aus einem River Cruise am Abend & Morgen, einer Nachtwanderung im Dschungel ( gruuuselig ) und Übernachtung in der Kota Kinabatangan Nature lodge .

Touren zum Sepilok Orang Utan Sanctuary oder dem Rainforest Discovery Center waren uns zu teuer und unflexibel. Beides haben wir uns entspannt auf eigene Faust angesehen.

Unser Ticket für den Express Bus nach Kota Kinabalu buchten wir auch über unser Hostel. Dies kostet zwar eine kleine Servicegebühr, erspart einem aber die Fahrt zum Bus Terminal, welcher etwas außerhalb von Sandakan liegt.

Mehr dazu im nächsten Beitrag.

Eines stand ganz oben auf unserer Borneo ToDo Liste:

Ein Besuch im Sepilok Orang Utan Sanctuary, welches recht gute Arbeit für den Erhalt der Orang Utans auf Borneo leistet.

In einem geschützten Areal Regenwald hat man dort die Möglichkeit Orang Utans, welche auf die Wildnis vorbereitet werden, zwei mal täglich bei einer Art Fütterung zu beobachten.

Ob sich dabei allerdings ein Orang Utan blicken lässt oder nicht und wenn ja, welcher von den aktuell dort lebenden Tieren, ist reine Glückssache.

Je weniger Tiere man sieht, desto erfolgreicher war deren Arbeit!

Man hat aber trotzdem so gut wie eine Garantie einen Orang Utan dort zu Gesicht zu bekommen, denn an Nachschub z.B. aus Gefangenschaft befreiter Tiere mangelt es dort leider nicht …

Von Sandakan nach Sepilok

sepilok-eingangsschild

Es gibt mehrere Möglichkeiten zum Sepilok Orang Utan Center zu gelangen.

Entweder mit dem öffentlichen Bus, welcher an einer Straßenkreuzung ca. 30 Minuten Fußweg vom Eingang entfernt hält oder einem Minibus, welcher direkt bis zum Eingang fährt.

Letzterer hat den Nachteil, das der erste Bus um 9 Uhr morgens erst los fährt und es daher SEHR knapp wird pünktlich zur Fütterungszeit um 10 Uhr vor Ort zu sein.

Die Minibusse fahren außerdem erst los, wenn sie voll sind und der Verkehr ist aufgrund von Baustellen und langsamen LKW’s ebenfalls nicht der flüssigste.

Wir entschieden uns daher für ein Taxi um so pünktlich wie die Maurer zur 1. Fütterung vor Ort zu sein. Kostenpunkt 40,- MYR, also knapp 9 Euro.

Aufgrund des starken Verkehrs benötigen wir eine knappe Stunde. An dem Tag wäre es also mit dem Bus, welcher unterwegs mehrmals hält, nicht zu schaffen gewesen.

Regen …..

sepilok-eintrittkarten

Kaum hatten wir unsere Eintrittskarten geholt und unsere Taschen in den Schliessfächern verstaut, fing es natürlich wieder an zu regnen.

Beim ersten Fotoversuch merkten wir dann noch, das unsere Kamera nicht mehr funktionierte und wir mussten ab dem Tag alle weiteren Fotos mit unserer kleinen Unterwasserkamera knipsen. Natürlich ohne vernünftigen Zoom etc. Autsch …

Wobei bei den ganzen verregneten Tagen eine wasserdichte Kamera dann auch nicht verkehrt war!

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An guten Tagen kannst Du schon auf dem Weg zur Fütterungs-Plattform einzelnen Orang Utans und anderen Affen begegnen, dieses Glück hatten wir an dem Morgen allerdings nicht.

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Zusammen mit anderen durchnässten Besuchern warteten wir nun geduldig auf die ersten Orang Utans doch die waren wohl noch alle am schlafen und hatten kein Interesse an einem Frühstück.

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Als sich so langsam die Enttäuschung bei allen breit machte, raschelte es in einem der Bäume und ein noch sehr junger Orang Utan holte sich ein wenig vom Futter ab und beobachtete uns.

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So nach und nach gesellten sich dann auch noch andere Affen dazu und versuchten ihren Teil des Frühstücks abzuholen.

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Leider fing es dann so stark an zu regnen, dass sich schon der Orang Utan mit Blättern zudeckte und nach nur wenigen Minuten wieder verschwand.

Da es auch schon die ganzen Tage zuvor stark regnete, war der Rundweg im hinteren Bereich des Dschungels gesperrt und wir konnten diesen an dem Tag gar nicht nutzen.

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Wir sahen noch einen Doku-Film über die Arbeit des Centers in deren Kino an & zogen uns leicht durchnässt in die Caféteria zurück und holten erst mal unser Essen ab.

Neben der Fütterung um 10, welche für uns ja nun nicht wirklich erfolgreich war, gibt es noch eine zweite um 15 Uhr, bei der wir unser Glück erneut versuchten.

Rainforest Discovery Center

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Die Zeit zwischen den Fütterungen lässt sich wunderbar im Rainforest Discovery Center verbringen. Der Park ist nur eine kurze Taxifahrt vom Orang Utan Center entfernt.

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Aufgrund des Wetters hatten wir diesen dann auch so gut wie für uns alleine.

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Im Park selbst gibt es bis auf sattem Grün & einigen exotischen Vögeln eigentlich nichts weiteres zu sehen. Affen verirren sich dort nur sehr selten hin.

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Ein Besuch lohnt sich aber dennoch, denn die Wege & Brücken sind nett gemacht und die Aussichtstürme bieten einen guten Ausblick auf die Umgebung.

Orang Utan Fütterung die 2te

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Wie man auf dem Foto sieht, hatten wir bei der zweiten Fütterung um 15 Uhr deutlich mehr Glück.

Zu erst entdeckten wir diesen großen Herrn hoch oben in den Bäumen. Von dort aus beobachtete er uns und wir ihn. Einfach unglaublich mit welcher Leichtigkeit er seinem großen Körper die Bäume hoch und runter bewegte!

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Immer wieder raschelte es in den Bäumen und wir entdeckten voller Freude einen weiteren orangenen Fellknäuel sich auf uns zu bewegen.

Ein absolutes Highlight der Gruppe war eines der Weibchen welches ihren Nachwuchs mit zur Fütterung brachte! Fest umklammert und auf den Fotos kaum zu entdecken.

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Nach einigen Minuten hatten wir dann die ganze aktuell dort bereits frei lebende Truppe am Buffet versammelt und es war einfach nur herrlich alles so nah beobachten zu können.

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Die meisten Orang Utans verschwanden nach ca. 30 Minuten auch wieder und manche hingen noch ein wenig mit uns ab.

Wer mit einer Tour dort hin gekommen war, der war ebenfalls recht schnell wieder weg und so konnten wir dem Geschehen noch in Ruhe breit grinsend zusehen.

Ein Besuch im Sepilok Orang Utan Center sollte bei einem Urlaub in Sabah nicht fehlen. Mit dem Eintrittsgeld unterstützt man eine mehr als sinnvolle Aktion und hat so die Möglichkeit mal ganz nah bei den Tieren zu sein.

Wer dies, wie in einigen Reviews erwähnt, mit einem Zoo vergleicht, sollte sich die Infos über die Arbeit des Centers nochmal genauer durchlesen.

Zurück nach Sandakan ging es dann mit dem letzten Minibus des Tages.

Nachdem wir die ersten tierischen Einwohner Borneos im Sepilok Orang Sanctuary gesehen haben, konnten wir den Punkt „(fast) wilde Orang Utans sehen“ abhaken.

Es ist nun an der Zeit etwas tiefer in den Dschungel zu gehen um weitere, nur auf dieser Insel lebende Affen in freier Natur zu sehen.

Die schlechten Nachrichten zu erst. Wir haben auf der Tour nicht einen wilden Orang Utan zu Gesicht bekommen und der Wettergott meinte es erneut nicht so gut mit uns.

Wir müssen also nochmal zurück nach Borneo und uns im Dschungel – dann bei hoffentlich besserem Wetter – erneut auf die Suche begeben!

Von Sandakan zur Kinabatangan Nature Lodge

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Die Nature Lodge ist knapp 4 Stunden, wenn man mit so einem Bus dorthin fährt, von Sandakan entfernt und damit für einen Tagesausflug zu weit.

Wir entschieden uns daher direkt für eine Übernachtung in der Lodge, konnten allerdings nur noch zwei Betten im Mehrbettzimmer buchen, da die Bungalows schon belegt waren. Das Mehrbettzimmer hatten wir aber nur für uns und somit deutlich mehr Platz als in den etwas teureren Bungalow Einzelzimmern.

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Die Fahrt war mehr als langweilig und zeigte uns schonungslos, was wir bisher nur aus Artikeln & Reportagen über Borneo zu diesem Thema kannten. Palm Öl Plantagen soweit das Auge reicht!

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Als wir aber unser Ziel erreichten, änderte sich die Landschaft schlagartig und wir sahen einen schönen, saftig grünen und wild zugewachsenen Dschungel vor uns.

Ein kleines Boot, was uns rüber zur Nature Lodge brachte, wartete auch schon auf uns.

So gefiel uns das schon besser.

Unsere Unterkunft im Dschungel

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Die Nature Lodge war komfortabler als von uns erwartet und wir hätten hier gut und gerne 3 Nächte verbringen können, wenn das Wetter etwas besser gewesen wäre.

Unser Zimmer war einfach aber nett und sauber. Wir hatten sogar Moskitogitter vor den Fenstern, was warum auch immer, echt selten in Asien ist.

River Cruise am Abend

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Nach unserem Checkin ging es auch direkt mit der ersten Flusstour los. Wir ergatterten die vordersten Plätze im Boot und hatten so beste Sicht und zu Anfangs regnete es auch ausnahmsweise mal nicht.

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Nun ging der Spaß los. Wir suchten alle die Umgebung ab, vermuteten hinter jedem Ast einen Nasenaffen oder Orang Utan und vorbeischwimmende Stöckchen wurden regelmäßig mit einer Python verwechselt, worüber unser Guide immer nur breit grinste.

Als erstes entdeckten wir dann aber mehrere bunte Nashorn,- bzw. Hornbill-Vögel.

Sehr nett, leider ohne Fernglas und vernünftigem Zoom unserer Unterwasserkamera aber oft nur schwer zu erkennen.

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Dann der erste Baum in dem es wild raschelte. Wir sahen einige Affen herumspringen, sich gegenseitig lausen und am fressen.

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Wir fuhren näher ran und konnten uns die Spielchen in nächster Nähe ansehen. Die Affen störten sich nicht an uns.

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Weiter ging es den Fluss entlang, zu einer speziellen Stelle wo oft Zwergelefanten gesichtet werden, doch schon seit 2 Tagen wurden keine mehr am Fluss gesehen und auch wir hatten kein Glück.

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Immer wieder sahen wir dafür Bäume voll mit Longtail Makaken. Einen Nasenaffen, welche dort sonst zu Hauf zu sehen sind, entdeckten wir auch keinen!

Na, bei dem Wetter würde ich auch nicht auf nem Baum rumhängen.

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Plötzlich drehten wir um und steuerten einen Baum an, auf dem mehrere dicke Schlangen lagen. Nicht giftig aber sehr schmerzhaft sagte unser Guide noch lachend als wir direkt unter ihnen hielten.

Nun fing es wieder an zu regnen und wir lernten dabei eins. In einem kleinen Speedboot vorne zu sitzen macht nur bei gutem Wetter Spaß.

Uns prasselte der Regen bei Fahrt mit voller Wucht ins Gesicht während sich die nächste Reihe hinter unseren Rücken verstecken konnte.

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Dank Unterwasserkamera, unsere normale mit Zoom etc. streikte immer noch, konnte ich zumindest noch ein paar witzige Filmchen und Selfies bei strömendem Regen von uns knipsen.

Wir kauften uns zwar beide noch günstige Regenhosen in einem Shop in Sandakan, zogen diese aber zu Beginn der Bootstour nicht an, da es ja nicht regnete…

Entsprechend durchnässt kamen wir dann auch zurück.

Dazu noch als Anmerkung. Die von Chizuru in Thailand gekaufte Regenjacke hielt knapp 10 Minuten durch ehe sie nass wurde, meine noch in Deutschland gekaufte blieb dagegen bis zum Schluss trocken. Qualität hat halt doch ihren Preis.

Buffet am Abend

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Im Camp steht ein Gong welcher bei jedem Ereignis mehrmals erklingt und dieses mal war es der Ruf zum Abendessen. Es gab ein, für den Preis der Tour, recht ordentliches Buffet mit verschiedensten Sachen und sogar für Vegetarier wurde versucht etwas zusätzlich hinzuzaubern.

Bis zum nächsten Gongschlag hatten wir Zeit uns Blutegel-Socken anzuziehen und passende Gummistiefel für die kommende Nachtwanderung raus zu suchen.

Es war soweit, der Gongschlag in unserem Dschungelcamp ertönte und ich zwängte mich mit meinen frisch erworbenen Blutegel-Socken in Gummistiefel der Größe 43 (trage normalerweise 46). Autsch!

Dazu sahen wir noch wie ein laufender Mülleimer aus… Gelbe Regenjacke, gelbe Regenhose, gelbe Gummistiefel.

Vielleicht etwas übertrieben, nach der durchnässten Bootsfahrt wollten wir dieses mal aber sichergehen, dass wir die Nachtwanderung durch den Dschungel auch ungestört genießen können und nahmen daher jede Art von materieller Unterstützung dankend an.

Tausendfüssler, exotische Vögel & ein Tarsier

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Die übliche Route der Nachtwanderung konnten wir leider nicht gehen, da in manchen Teilen das Wasser durch den Regen knietief war und unser Guide aus Sicherheitsgründen uns da nicht durchlaufen lassen wollte.

Neben Spinnen, Skorpionen und Schlangen die im & am Wasser warten, würden auch zu viele ihre Schuhe im Schlamm verlieren und dann müsste die Tour abgebrochen werden, was ja keiner von uns wollte.

Ein Deutscher aus der anderen Gruppe lief in kurzen Shorts durch den Dschungel, wozu unser Guide dann nur breit grinsend meinte: Imagine what parts the Leeches can easily reach now

Eine Erfahrung die ich mir als Mann sehr unangenehm vorstelle und dann doch lieber wie ein Müllsack rumlaufe!

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Über die Gummistiefel wir ebenfalls froh, denn wir warteten durchgehend durch knöchelhohen Matsch und tiefen Pfützen. Es dauerte auch nicht lang ehe die erste aus unserer Gruppe einen ihrer Stiefel im Schlamm verlor.

Der Sogeffekt war teilweise echt heftig, was bei mir allerdings keine Problem verursachte, denn meine 3 Nummern zu kleinen Stiefel saßen wie angegossen.

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Im Entenmarsch schlichen wir hinter unserem Guide her, blieben regelmäßig stehen und versuchten etwas zu entdecken. Unser Guide entdeckte mit seinen Adleraugen in den Bäumen schlafende Kingfisher Vögel, Tausendfüssler, Minifrösche, Schmetterlinge, eklig große Insekten und …

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… es dauerte auch nicht lange ehe uns die ersten Blutsauger besuchten.

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In totaler Dunkelheit durch den Dschungel zu warten war schon eine sehr spezielle Erfahrung. Tiere in der Umgebung machten einen Lärm dass wir den Guide vor uns kaum noch hören konnten und ungewohnte Geräusche hoben den Gruselfaktor stetig an.

Zur Aufmunterung hatte unser Guide dann noch folgende Geschichte: Bis vor 4 Tagen konnte keine dieser Nachtwanderungen durchgeführt werden, da sich eine Gruppe Zwergelefanten in dem Gebiet aufhielt, was nicht ungefährlich sei!

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Lange hatten wir aber keine Zeit gehabt darüber nachzudenken denn unser Guide spurtete auf einmal los, da er etwas an einem Baum irgendwo weit hinten entdeckte. Augen hat der Kerl gehabt, unglaublich!

Was er entdeckte war ein Tarsier bzw. Koboldäffchen, welches in Malaysia auch Ghost Monkey genannt.

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Für mich war dies das absolute Highlight dieser Tour, denn die Tiere sind mittlerweile sehr selten und nicht immer hat man Glück eines zu finden.

Putzig oder? Wir hätten ihn am liebsten direkt mitgenommen!

So ein Tarsier ist allerdings sehr scheu und ein echtes Sensibelchen.

Hast Du also Glück eines dieser Tiere im Dickicht zu entdecken, ist Ruhe angesagt und das Blitzlicht der Kamera muss unbedingt ausbleiben. Auch anfassen ist ein absolutes No-Go, so gross die Versuchung auch sein mag!

Schon nervig genug, wenn er bei seiner Jagd gestört und dazu noch dezent vom Guide für uns beleuchtet wird.

Mit zwei Bierchen beendeten wir den Tag in der Lodge, erledigten noch ein paar hundert Mücken in unserem Zimmer und freuten uns auf die kommende 2. Bootsfahrt am frühen Morgen.

Auf der Suche nach Nasenaffen

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Unsere zweite Bootstour den Fluss entlang verlief ohne Regen und obwohl wir kaum andere Tiere als Longtail Makaken zu Gesicht bekamen, war es einfach nur schön die Landschaft vom Boot aus zu genießen.

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Kurz vor Ende unserer Tour sahen wir dann doch noch ein paar Nasenaffen, allerdings zu weit weg bzw. zu weit hoch oben in den Bäumen. Mit dem blossen Auge zwar noch einigermassen zu erkennen und witzig zu sehen, für Fotos reichte unsere zoomschwache Outdoor-Kamera dann aber keineswegs für vernünftige Aufnahmen aus.

So ist das halt mit der Natur, sie will nicht immer so wie wir wollen.

BBQ im Four Points by Sheraton

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Nach einem ordentlichen Frühstück ging es mit dem Bus schon wieder zurück nach Sandakan, wo wir uns am Abend erst mal ein ordentliches BBQ Buffet im Four Points by Sheraton Hotel gönnten.

Bei besserem Wetter und bewaffnet mit einer ordentlicheren Kamera wären wir gerne noch 2-3 weitere Nächte in der Kinabatangan Nature Lodge geblieben!

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Der Ausblick von deren Pool und Bar ist besonders zum Sonnenuntergang ziemlich genial und da schmeckt einem das für Sandakan echt teure Buffet umso besser.

Nächster Stopp, Kota Kinabalu. Die Hauptstadt von Sabah ist deutlich größer & lebendiger als Sandakan und ein für Malaysia typisches Backpacker Haven.

Gutes & günstiges Essen, viele Bars und Hostels, Märkte, schöne Strände in der Nähe uvm…

Tung Ma Express Bus nach Kota Kinabalu

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Die Busstation, welche irgendwie sehr provisorisch aussah, ist etwas außerhalb von Sandakan Stadt und am besten mit dem Taxi zu erreichen.

Fahrtzeit so knappe 15 Minuten & wir zahlten genau 20,- MYR.

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Verpflegung für unterwegs kannst Du dir zwar bei verschiedenen Händlern vor den Bussen kaufen, wenn du aber etwas anderes als Chips & komisch bunte Kaugummis bevorzugst, solltest du dir die Taschen lieber vorher bei den Bäckereien in Sandakan füllen.

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Der Bus war recht modern, bequem und es gab sogar aktuelle Kino-Unterhaltung. Eine gute Gelegenheit Den Hobbit Teil 2 erneut zu sehen. Genialer Film!

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Dann eine Szene die man unterwegs lieber nicht sehen mag …

Bei dem Bus hatten sich die vorderen Reifen komplett verabschiedet. Wir hielten kurz an, gab aber wohl keine Verletzte. Glück gehabt!

Muss dazu aber sagen, Bus fahren in Malaysia ist deutlich sicherer als in einigen Nachbarländern. Verkehrsregeln werden größtenteils befolgt und es gibt auch keine wettrennen zwischen den Busfahrern wie z.B. in Thailand.

Wir sind schon 3x lange Strecken mit Bussen in Malaysia unterwegs gewesen und waren immer zufrieden.

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Nach etwas mehr als 2 Stunden legten wir eine Mittagspause ein, der einzige geplante Stopp während unserer Fahrt.

Zeit den Magen mit leckeren chinesischen steamed Buns zu füllen und die Toiletten aufzusuchen. Letzteres hatte allerdings erhöhten Gruselfaktor …

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Je näher wir Kota Kinabalu kamen, desto bergiger und interessanter wurde die Landschaft. Endlich, denn der Blick auf die vorbeiziehenden Palm Öl Plantagen war mehr als uninteressant.

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Den Ausblick ins Grün konnten wir allerdings nicht lange genießen, denn es wurde so neblig, dass wir kaum noch die Straße vor uns erkennen konnten.

Unsere erste Unterkunft in Kota Kinabalu

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Die erste Nacht verbrachten wir daher im 10 Bettzimmer, wovon zum Glück nur 2 Betten belegt waren. Unsere Schmerzgrenze liegt mittlerweile bei max. 5 Betten.

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Die Lage war dafür sehr gut, inmitten von Chinatown und über einem super beliebten Bakteh Restaurant, was Abends so voll war, dass wir kaum noch zum Eingang des Hostels durchkamen.

Kota Kinabalu gefällt

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Die ersten Eindrücke von Kota Kinabalu waren direkt positiv. Nicht zu klein und nicht zu gross dafür aber sehr lebendig und der wichtigste Punkt, es regnete nicht.

Von Chinatown aus kommend ein paar Straßen überqueren, vorbei an Bars und Restaurants und schon steht man direkt am Meer auf einer schönen Promenade die zum verweilen einlädt.

Um den kleinen Hunger zwischendurch kümmern sich unzählige kleine Stände mit frisch gegrilltem Seafood. Fisch, Shrimps, Hummer einfach alles was am Tag gefangen wurde.

Wer es noch frischer mag, der geht ein paar Meter weiter Richtung Filipono Market. Dort gibt es so ziemlich alles zu kaufen, was man für ein leckeres Abendessen noch benötigen könnte.

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Besonders nett fand ich diesen Eierstand, der tausende Eier dort liegen hatte.

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Wir hatten für unser Abendessen allerdings ein anderes Ziel, das kleine chinesische Restaurant New Man Tai gegenüber unseres Hostels. Dies ist unter Asiaten ebenfalls sehr bekannt und wir konnten noch einen letzten Tisch auf der Straße ergattern.

Absolut köstlich! Wie so ziemlich alles was wir in Kota Kinabalu gegessen haben.

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Mit meiner Frau bin ich gerne woanders und entdecke die Welt. Mal als Backpacker, digitaler Nomade oder auch ganz normaler Tourist mit Rollkoffer.

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