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Melbourne & Sydney: Großstadt-Tipps für Australien

Reiseblog Australien Urlaub

aktualisiert 02.11.2026 | veröffentlicht 13.02.2013

Melbourne und Sydney sind Australiens größte Städte, und wir wollten beide kennenlernen. Melbourne landete nur aufgrund von Empfehlungen auf unserem Reiseplan und wurde eine der positivsten Überraschungen der Reise. Sydney hat uns noch ein Stück besser gefallen, denn wir lieben und brauchen Großstädte mit viel Abwechslung, um uns so richtig wohlzufühlen.

Hier haben wir unsere Eindrücke und Tipps zu beiden Städten zusammengefasst.

Melbourne & Sydney – kurz gefasst

  • Melbourne: Viktorianische Häuser, Straßenkunst und Märkte. Fast alles lässt sich zu Fuß erkunden.
  • St Kilda: Stadtteil am Strand mit Pinguinkolonie am Pier, im Februar findet dort das kostenlose St Kilda Festival statt.
  • Sydney: Opera House, Harbour Bridge, Fish Market und die ruhigen Viertel wie Glebe.
  • Unser Tipp: Plane mindestens drei Tage pro Stadt ein, am besten mit bequemen Schuhen.

Inhaltsverzeichnis

1. Melbourne: viktorianische Häuser, Straßenkunst und Strand
2. Sydney: Opera House, Harbour Bridge und Chinese New Year
3. Weiterreise

Melbourne: viktorianische Häuser, Straßenkunst und Strand

Bei der Ankunft mit dem Zug merkten wir sofort: Die Stadt ist viel größer als gedacht, ohne zu überfordern. Wir haben in Melbourne nicht ein einziges Mal Bus oder Metro genommen, obwohl unsere Unterkunft im Stadtteil Windsor rund 6 Kilometer vom CBD entfernt lag. Man schlendert durch viktorianische Häuser und moderne Gebäude, an quirligen Märkten und vielen Straßenkünstlern vorbei. Ein Schrittzähler wäre nicht verkehrt gewesen.

Melbourne mit Blick auf die Skyline
Melbourne mit Blick auf die Skyline

Besonders gemütlich ist die Chapel Street mit ihren Restaurants und Bars, die uns an Berlin Kreuzberg und Prenzlauer Berg erinnerte. Zum CBD läuft man etwa eine Stunde durch den botanischen Garten und die Parks entlang des Yarra River. Der Fluss ist beliebt zum Rudern, Joggen, Radfahren und für BBQ, nachmittags gibt es fast Stau auf den Radwegen. Im Zentrum fährt außerdem eine historische Straßenbahn, die zwar langsam, aber nett anzusehen ist.

Die Chapel Street im Stadtteil Windsor/Prahran
Die Chapel Street im Stadtteil Windsor/Prahran
Im CBD von Melbourne
Im CBD von Melbourne

St Kilda: Festival, Strand und Pinguine

St Kilda ist der Stadtteil am Strand. Wir haben dort das St Kilda Festival erlebt, ein kostenloses Musikfestival, das jedes Jahr im Februar stattfindet. Es war witzig und interessant, aber für den Strand deutlich zu frisch, denn der Wind ist selbst bei 20 Grad kühl. Am Pier schauen Kitesurfer ihre Runden, dazu gibt es ein schönes Panorama auf Melbourne. Als Krönung kann man sich auf die Suche nach den Pinguinen machen, die sich in den Felsen niedergelassen haben.

Panorama von St Kilda mit der Skyline von Melbourne
Panorama von St Kilda mit der Skyline von Melbourne
Pinguine in den Felsen am Pier von St Kilda
Pinguine in den Felsen am Pier von St Kilda

Märkte und Essen

Besonders gut gefallen haben uns die Stände der Farmer aus der Umgebung, etwa auf dem Prahran Market. Frischer geht es nicht, und von riesigen Steaks bis zur deutschen Bratwurst gibt es alles. An fast allen Ständen darf man probieren, und beim Metzger steht oft jemand am BBQ.

Prahran Market
Prahran Market

Sogar einen Aldi gibt es hier, direkt vor dem Prahran Market. Es war, glaube ich, das erste Mal, dass wir einen Aldi fotografiert haben.

Randnotiz: Unser Hostel in Melbourne lag in einem renovierten viktorianischen Haus in toller Lage, hatte aber viele Partygäste. Die Wände hingen voll mit Warnschildern, die nachts niemand beachtete. Mehr zum Alltag im Dorm findest du in unserer Randnotiz zum Backpacking in Australien.

Nach Melbourne würden wir jederzeit zurückkommen, besonders für die Umgebung mit der Great Ocean Road und den Weinbergen, die wir uns für das nächste Mal aufgehoben haben.

Sydney: Opera House, Harbour Bridge und Chinese New Year

Zwischen Melbourne und Sydney sind wir geflogen, da unser Bahnpass keine direkte Zugverbindung enthielt. In Sydney hat uns der Stadtteil Glebe mit seinen alten Häusern und Gärten besonders gut gefallen. Am ersten Tag sind wir fast durch die gesamte Stadt gelaufen, laut Google Maps 28 Kilometer. Man möchte hier einfach nicht stoppen und immer noch mehr sehen.

Die Harbour Bridge in Sydney
Die Harbour Bridge in Sydney
Vor dem Opera House
Vor dem Opera House

Zu unseren Favoriten gehören das Opera House, die Harbour Bridge, die einzelnen Buchten, der Fish Market, die St Mary’s Cathedral und die Umgebung in Glebe. Bei durchwachsenem Wetter nicht die Sonnencreme vergessen: Auch hinter Wolken holt man sich in Australien schnell einen Sonnenbrand. Unseren Valentinstag haben wir in einem italienischen Restaurant mit Garten und im Kino bei „Django Unchained“ verbracht. Preislich versteht man Australien ohnehin nur schwer: Supermärkte und Liquor Shops locken mit Rabatten, und je nach Tageszeit oder Packungsgröße können sich Preise stark unterscheiden.

Der Fish Market
Der Fish Market

Chinese New Year Twilight Parade

Wir waren zum Chinese New Year in der Stadt. Die Twilight Parade soll die größte außerhalb Chinas sein und endet mit einem Feuerwerk. Mit einem Platz in der ersten Reihe kamen wir allen Teilnehmern ganz nah, und so manchem Löwen haben wir den Kopf getätschelt, das soll Glück bringen.

Die Chinese New Year Parade in Sydney
Die Chinese New Year Parade in Sydney

Weiterreise

Von Sydney ging es mit dem Indian Pacific nach Adelaide, mehr dazu in unserem Artikel über Zugreisen in Australien. Danach führte uns die Reise weiter ins Outback.

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