In Schottland gibt es ein gutes öffentliches Verkehrsnetz, aber ein Mietwagen ist immer noch die beste Möglichkeit, Schottland zum ersten Mal zu erkunden.
Wir blieben einige Tage in Edinburgh, bevor wir unseren Mietwagen am Flughafen von Edinbugh abholten, um unsere 12-tägige Rundreise durch Schottland zu beginnen.
Seit Langem wieder auf der linken Straßenseite zu fahren ist gewöhnungsbedürftig, aber die schottischen Straßen sind sehr angenehm, da sie nicht so stark befahren sind wie die deutschen Autobahnen. OK, es stimmt, dass die Straßen insgesamt sehr schmal sind und es viele einspurige Straßen gibt, die keine Einbahnstraße sind. Aber es gibt überhaupt keinen Grund, zu schnell zu fahren, denn man fährt durch wunderschöne Landschaften.
Roadtrip Schottland – Unsere Route

Bei unserer ersten Reise nach Schottland haben wir uns eine Route ausgesucht, die möglichst viele Highlights umfasst. Dabei wollten wir nicht zu viel Zeit mit dem Ein- und Auspacken unserer Koffer verbringen, also beschlossen wir, ein paar Tage in einer Stadt zu bleiben und die Highlights in der Umgebung zu besuchen.
| Tag | Aktivität | Übernachtung in |
|---|---|---|
| 1 | Edinburgh Flughafen nach Fort William über Glencoe | Fort William |
| 2 | Oban erkunden | Fort William |
| 3 | Wandern in Glencoe | Fort William |
| 4 | Mit Mallaig Ferry nach Isle of Skye | Portree |
| 5 | Isle of Skye erkunden | Portree |
| 6 | Isle of Skye erkunden | Portree |
| 7 | Loch Ness erkunden | Drumnadrochit |
| 8 | Wandern in Glen Afric | Drumnadrochit |
| 9 | Dingwall, Fort Rose | Drumnadrochit |
| 10 | Über Cairngorms National Park, Balmoral Castle nach Pitlochry | Pitlochry |
| 11 | Pause in Pitlochry | Pitlochry |
| 12 | Über Stirling zurück zum Edinburgh Flughafen |
Ford Focus als zuverlässiger Reisebegleiter

Unseren Mietwagen, einen schicken 5-Türer Ford Focus mit Automatik Getriebe, welchen wir zuvor online buchten, holten wir uns morgens am Flughafen Edinburgh bei Alamo bzw. Europcar ab.
Dazu als kleine Anmerkung: Der Service hier hätte nicht besser sein können. Ich buchte erst einen Wagen für den falschen Zeitraum, zum Glück im Nachhinein, denn die nette Dame am Service-Telefon fand bei der Lösung des Problems dann auch noch ein deutlich günstigeres und besseres Angebot für uns.
Den Wagen, den wir nun für 12 Tage hatten, war erste Sahne und echter Luxus im Vergleich zu dem alten Suzuki Vitara, den wir zuletzt auf Sansibar in Tansania hatten.
Um ein lästiges Suchen auf Karten in Papierform uns zu ersparen, kauften wir uns noch ein kleines TomTom Navi für unterwegs. Ausleihen eines Navi ist immer zu teuer, die Teile gibts für um die 100 Euro inkl. Europakarte überall hintergeschmissen (z.B. hier bei Amazon) und da wir große Roadtrip Liebhaber sind, werden wir es auch noch oft nutzen können.
Tipp zur Mietwagenübergabe
Die Übernahme unseres Mietwagens bei Europcar am Flughafen Edinburgh war etwas gewöhnungsbedürftig und ist eine altbekannte Masche der Anbieter.
Obwohl wir bereits Versicherungen ohne Selbstbeteiligung in Sack und Pack hatten, sogar ein extra Hinweisblatt für das Service-Personal vor Ort dabei legten, versuchte man uns eine Versicherung nach der anderen zusätzlich zu verkaufen. Goldener Abschluss war die mehrmalige Nachfrage, warum wir den Wagen selbst aufgetankt zurückbringen wollen, da es doch viel günstiger wäre, wenn er bequem vor Ort aufgetankt wird.
Natürlich bezahlt man bei dieser Option dann nicht die Liter, die im Tank fehlen, sondern pauschal für den gesamten Tank des Wagens. Auch dies mussten wir mehrfach ablehnen, ehe endlich die Schlüssel herausgerückt wurden.
Also, lass dich nicht vom Verkäufer stressen und lehne alle Zusatzangebote strikt ab bzw. prüfe, was du bereits bei deiner Buchung in Deutschland inkludiert hast!
Von Edinburgh über Glencoe nach Fort William

Unser erstes Ziel war das knapp 3 Stunden entfernte Fort William in den schottischen Highlands und zum Glück hatten wir bestes Wetter im Gepäck, denn die Landschaft war einfach ein Traum!
Schottland zeigte sich in allen Grüntönen, die es so gibt und da es unterwegs kaum Verkehr gab, konnten wir die Fahrt über die A85 / A82, teilweise echt im Schritttempo, einfach nur genießen.

Immer wenn wir durch ein kleines Städtchen kamen oder sonst irgendwie interessante Ecken sahen, legten wir einen Stopp ein und liefen ein wenig rum und entspannten.


Oft genug mussten wir uns dann richtig losreissen damit wir überhaupt weiter kamen, sonst hätten wir es gar nicht mehr bis zum Abend nach Fort William geschafft.



Besonders rund um Glencoe mussten wir dann wirklich an vielen Ecken immer wieder anhalten, den Wagen in einer der Parkbuchten abstellen und einfach durch die Landschaft spazieren.

Diese irgendwie total fluffig aussehenden grünen Berge und die ganzen kleinen Täler mit ihren Seen sind schon sehr speziell und es machte ordentlich Spaß die kurvigen Straßen bei dieser Kulisse entlangzusausen.


Wobei „sausen“ in Schottland recht gemütlich gemeint ist, denn mehr als 60 mph (knapp 100 kmh) darf man eh so gut wie nie fahren, dazu sind die Straßen oft recht schmal, gut die Hälfte der anderen Autos fährt eh langsamer, da ebenfalls Touristen und Warnschilder, welche ständig vor Schafen auf den Straßen warnen, lassen einen ebenfalls oft vom Gaspedal gehen.
Fort William, ein idealer Ausgangspunkt, um die Highlands zu entdecken
Fort William ist eine kleine Stadt am äußersten Ende des Loch Linnhe, das direkt mit dem Nordatlantik verbunden ist, und ein beliebter Ausgangspunkt für Touristen, die die atemberaubende Landschaft der Umgebung erkunden möchten. Sie liegt am Fuße des Ben Nevis, dem höchsten Berg Großbritanniens, und bietet somit zahlreiche Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Klettern und Skifahren.






Wir verbrachten unsere Zeit in Fort William damit, im Pub an der kleinen Hauptstraße zu essen oder am See entlangspazieren zu gehen, um das Kommen und Gehen der Boote zu beobachten, wenn wir nicht gerade in eine nahe gelegene Stadt unterwegs waren. Vorteil von Fort William ist einfach die Lage, denn man ist schnell Richtung Oban und Glencoe oder auch Richtung Mallaig und rund um den Ben Nevis unterwegs.
Alles super schöne Strecken, welche man tagsüber als Tour so in Ruhe abfahren kann und wenn du etwas mehr Zeit mitbringst, dann sind dort auch sicherlich viele tolle Wanderwege zu finden.
Fort William ist das Ziel des West Highland Way und der Startpunkt des Great Glen Way. Kein Wunder, dass es eine kleine Stadt mit so vielen Outdoor-Läden ist.
Wenn man in Schottland unterwegs ist, würden wir auf jeden Fall lieber ein Bed and Breakfast als ein normales Hotel empfehlen. B&Bs sind im Allgemeinen preiswerter als Hotels, haben aber oft gemütliche, moderne Zimmer und bieten einen persönlichen und aufmerksamen Service. Frühstück wird in den meisten Fällen am Vortag ausgesucht dann morgens vom Besitzer serviert.

… und bei einem für die Gegend typisch schottischen Frühstück, ist man auch bis zum Nachmittag erst mal gut versorgt. Toast, Würstchen, Eier, Bohnen oder auch mal gerne noch eine Portion Black Pudding (Blutwurst) mit dazu. Herrlich!
Ravenswood House B&BTolles, kleines B&B mit hochwertiger Ausstattung. Super Blick auf Loch!
Oban, Glencoe und die Highlands-Burgen
In den drei Tagen unseres Aufenthalts in Fort William haben wir die wichtigsten Highlights der Umgebung kennengelernt. Da wir nun unseren Roadtrip nach Norden fortsetzen werden, haben wir uns hauptsächlich die Highlights südlich von Fort William angesehen.
Rund um Fort William sind alle Straßen landschaftlich wunderschön, umgeben von Bergen, Seen und dem Meer, und es macht einfach Spaß, ohne besondere Pläne durch die Gegend zu fahren.
In diesem Artikel haben wir unsere Top-Favoriten zusammengestellt, die euch einen unvergesslichen Besuch in der Umgebung von Fort William garantieren.
Castle Stalker
Castle Stalker ist eine malerische Burg aus dem 14. Jahrhundert, die auf einer kleinen Insel in Loch Laich liegt, an der Küste in der Region Argyll and Bute. Von Fort William aus sind es 40 km nach Süden entlang des Loch Linnhe, eine 30- bis 40-minütige Fahrt.

Das landschaftsprägende Erscheinungsbild der Burg, die auf einer Insel mit Blick auf die dahinter liegenden Ausläufer erbaut wurde, ist oft als Motiv für Postkarten und Kalender verwendet worden und gilt als eine der typischen Szenerien der Highlands.

Berühmt ist sie auch als Schauplatz des Monty-Python-Films „Die Ritter der Kokosnuß“ (Originaltitel Monty Python and the Holy Grail).
Als eine der besterhaltenen mittelalterlichen Burgen in Westschottland gehört die Burg auch zum Lynn of Lorn National Scenic Area, einem von 40 Landschaftsschutzgebieten in Schottland.
Castle Stalker bietet nur begrenzte Führungen an und muss im Voraus gebucht werden. Die Kapazität der Tour kann online überprüft und gebucht werden. Castle Stalker Webseite
Das Café und Souvenirgeschäft „The Castle Stalker“ an der A828 ist ein Aussichtspunkt, von dem aus die berühmte Szenerie fotografiert werden kann.
Dunstaffnage Castle
Dunstaffnage Castle ist eine imposante Burganlage, die ebenfalls an der Küste in der Region Argyll and Bute liegt. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert von den MacDougalls, einer bedeutenden schottischen Familie, erbaut.


Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrmals den Besitzer und spielte eine Rolle in verschiedenen historischen Ereignissen, wie zum Beispiel während der schottischen Unabhängigkeitskriege und der Jakobitenaufstände.
Für Geschichtsinteressierte und Architekturliebhaber bietet Dunstaffnage Castle eine faszinierende Gelegenheit, die schottische Geschichte hautnah zu erleben und die beeindruckende Architektur sowie die malerische Umgebung zu bewundern.



Wir nutzten das schöne Wetter, um uns auf dem gesamten Gelände zu erkundigen. In der Bucht von Loch Etive gelegen, kamen und gingen viele Boote. Sicherlich war es strategisch sehr vorteilhaft, an dieser Stelle eine Burg zu errichten.
Dunstaffnage Castle liegt 65 km südlich von Fort William und empfiehlt sich für eine gemeinsame Besichtigung mit Castle Stalker.
1. April bis 30. September:
Täglich, 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr
Letzter Einlass 17 Uhr
1. Oktober bis 31. März:
Täglich außer Donnerstag und Freitag, 10 bis 16 Uhr
Letzter Einlass 15.30 Uhr
Dunstaffnage Castle and Chapel Webseite
Seafood in Oban
Oban ist eine kleine Hafenstadt und wird oft als „Tor zu den Inseln“ bezeichnet, da sie ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Fährverbindungen zu den schottischen Inseln ist. Die Stadt hat eine charmante Atmosphäre und bietet eine Mischung aus natürlicher Schönheit, Geschichte und Kultur.


Der Stadtkern von Oban ist sehr klein und lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Also Auto irgendwo abstellen und einfach darauf losgehen. Wir konzentrierten uns erst mal auf die Seafood Angebote, für die Oban recht bekannt ist.
Dazu als Tipp: In der Ecke wo die Fähre anlegt, gibt es einen kleinen und alt eingesessenen Laden, Oban Seafood Hut, bei dem man zu super Preisen die frischesten Meeresfrüchte serviert bekommt.


Um sich querbeet durchzufuttern, können wir die Seafood Platter for 2 echt empfehlen. Verschiedenste Muscheln, große Shrimps, kleine Shrimps, Lachs, Krebse, Heringe ….. hmmmm einfach saulecker!
Wenn man sich an den Meeresfrüchten satt gegessen hat, bietet sich ein Spaziergang entlang der Uferpromenade an.


Eine Burg – Dunollie Castle gibt es natürlich auch zu sehen bzw. ist es zu erahnen, denn der Bau ist ziemlich zugewachsen und auch nicht wirklich groß. Kurz davor stehen an einem Minileuchtturm mehrere Bänke, bei denen man den Blick auf die Burg und die Hafenbucht in Ruhe genießen kann.

Wie man auf den Fotos sieht, wurde aus dem schönen blauen Himmel recht schnell eine graue Suppe. Das war echt erstaunlich in Schottland. Von einem auf den anderen Moment erlebten wir ein komplett anderes Wetter.
Witchwood House
Schönes Gästehaus an der Hafenpromenade. Das Gebäude ist historisch, aber die Zimmer sind modern und sehr komfortabel. Zimmer mit Meerblick sind zu empfehlen.
Glencoe und Kinlochleven
Glencoe und Kinlochleven sind beides wunderschöne Städte am Loch Leven und sollten bei einem Roadtrip durch Schottland unbedingt besucht werden. Folgt man von Glencoe aus kommend der B863 macht man eine schöne Runde um Loch Leven.

Glencoe ist ein beeindruckendes Tal, umgeben von steilen Bergen, rauschenden Flüssen und Wasserfällen. Zu den Hauptattraktionen zählen die Three Sisters, eine imposante Bergkette, und das Lost Valley, ein abgelegenes Tal, das einst als Versteck für gestohlenes Vieh diente.

Das Wetter in Schottland ist bekanntermaßen wechselhaft, aber die Gegend um Glencoe scheint besonders unbeständig zu sein. Ein Grund mehr unbedingt mehr als 1 Tag je Station einzuplanen, so stehen die Chancen höher eine Ortschaft mal mit und mal ohne Sonnenschein zu erleben!



Kinlochleven ist ein kleines Dorf, das am östlichen Ende des Loch Leven liegt und von den schottischen Highlands umgeben ist. Als eine der Etappen des West Highland Way ist die Wanderung von hier nach Fort William ein besonderes Highlight für viele Wanderer.



Wenn man in Kinlochleven ist, sollte man die kleine Wanderung zum Grey Mares Waterfall nicht auslassen. Der Wasserfall ist zwar recht unspektakulär und etwas hinter Felsen versteckt, die Aussicht auf den Loch Leven ist dafür umso besser und belohnt die Anstrengungen für den Aufstieg.
Die Straße rund um den Loch Leven ist übrigens super kurvig, es geht hoch und runter und macht entsprechend so richtig Spaß. Ein bischen wie wilde Maus, wobei meine Fahrweise öfters mit der verrückten Nonne aus den Louis de Funès Filmen verglichen wurde.
Isle of Skye – die Perle der schottischen Highlands
Ein absolutes Highlight für jeden Roadtrip durch die schottischen Highlands dürfte eine Tour über die Isle of Skye sein! Natur pur, denn beeindruckende Berglandschaften, steile Klippen und malerisch schöne Seen sind unterwegs echte Hingucker.
Umgeben von solch einer Landschaft macht das Fahren, besonders auf den engen Single Track Roads, umso mehr Spaß! Doch immer schön konzentriert bleiben, denn nach jeder Kurve könnte durchaus mal eine Horde Schafe mitten auf der Straße nen Päuschen machen!
Mit der Fähre zur Isle of Skye
Es gibt 2 Möglichkeiten, vom schottischen Festland zur Isle of Skye zu gelangen. Die erste Möglichkeit ist, die Skye Bridge zu überqueren, die Kyle of Lochalsh mit dem Nordosten der Isle of Skye verbindet. Es gibt eine Zugverbindung nach Kyle of Lochalsh, von wo aus man mit Bussen zur Isle of Skye fahren kann.
Die andere Möglichkeit ist, die Fähre zwischen Mallaig und Armadale zu benutzen. Die Anzahl der Fährverbindungen variiert je nach Wochentag und Saison, aber in der Hochsaison von Mai bis Oktober gibt es normalerweise neun Verbindungen pro Tag.

Für die Hinfahrt haben wir uns für den klassischen Weg zur Insel entschieden und es ging von Fort William über die A830 nach Mallaig, wo die Autofähre zur Isle of Skye ablegt.
Unterwegs sollten Harry Potter Fans unbedingt bei dem Glenfinnan-Viaduk kurz halten. Ein Eisenbahnviadukt, welches sehr sehenswert ist und in den Filmen vorkommt. Als wir morgens starteten, regnete es aber leider recht stark und so sparten wir uns den Stopp.

Die Fahrt mit der Fähre dauert nur knapp 30 Minuten und je nach Reisezeit sollte man sich unbedingt die Tickets entsprechend online reservieren. Wir hatten beim Abholen unserer Tickets Leute am Schalter gehabt, welche keine mehr für die Fähre bekamen!
Weitere Informationen, einschließlich des Kaufs von Fährtickets und des Fahrplans, findet man auf der folgenden Website: Isle of Skye Fähreanbieter Webseite
Witzige Zottelrinder und viele, viele Schafe


Auf den Straße ist relativ wenig los, und man kann daher entspannt alle paar Minuten am Straßenrand oder in den Parkboxen für einen kleinen Fotostopp halten, denn selbst wenn es grau und bewölkt ist wie bei unserer Ankunft, die Landschaft ist einfach einmalig!

Besonders wann immer wir diese witzig aussehenden Hochlandrinder sahen, musste einfach gehalten oder zumindest langsam dran vorbeigerollt werden.

… nen Schafbock in Zebrasocken ist dabei ebenfalls fester Bestandteil der Umgebung!
Die Rasse hat sich im rauen Klima Schottlands entwickelt und ist an kalte und feuchte Witterungsbedingungen angepasst. Sie sind widerstandsfähig und können auch auf weniger fruchtbaren Weiden gut gedeihen.
Das Fleisch der Schottischen Hochlandrinder ist aufgrund seines hohen Proteingehalts und des niedrigen Fettgehalts sehr gesund und lecker. Auch in den Alpen, wo wir leben, sind die in letzter Zeit häufig zu finden und gehört zusammen mit den Alpakas zu unseren Lieblingstieren.
Portree, perfekter Ausgangspunkt für Touren

Portree ist eine kleine Hafenstadt auf der Isle of Skye in Schottland und gilt als Hauptstadt der Insel. Die Stadt ist bekannt für ihre bunten Häuser am Hafen, die einen malerischen Anblick bieten.
Portree selbst ist auch eine hübsche kleine Stadt mit einer guten Auswahl an Restaurants, Pubs und kleinen Supermärkten und damit ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge auf die Isle of Skye.
Dank der zentralen Lage lassen sich von Portree aus alle Highlights der Insel schnell erreichen und je nach Wetterlage kannst du so spontan entscheiden, wo es hingehen soll.
The Skye Inn
Sehr komfortable Unterkunft in zentraler Lage. Frühzeitige Buchung wird empfohlen.
Old Man of Storr
Quasi um die Ecke von Portree liegt der Old Man of Storr, eine Felsformation auf einem Berg welche es schon in den einen oder anderen Hollywood Streifen als Kulisse schaffte. Besonders der Ausblick auf die Seen in der Umgebung ist einfach Genial!


Vom Parkplatz aus sind es 4,5 km Hin- und Rückweg zum Old Man of Storr, mit einem Höhenunterschied von etwa 320 m, also sollte man sich darauf einstellen. Der erste Aussichtspunkt mit Panoramablick ist etwa 1 km vom Parkplatz entfernt. Wer also nicht gerne wandert, sollte zuerst diesen Punkt ansteuern.



Es gibt keine eindeutige Antwort auf die Herkunft des Namens „Old Man of Storr“. Eine Theorie besagt, dass der Name von den alten norwegischen Wikingern stammt, die einst in dieser Gegend von Skye siedelten. Das Wort „Storr“ bedeutet auf Norwegisch „Groß“ oder „Hoch“, was sich auf die imposante Größe der Felsformation beziehen könnte.
Eine andere Theorie besagt, dass der Name aus der gälischen Sprache stammt, die von den schottischen Highlands und Inseln gesprochen wird. Das Wort „Storr“ könnte aus dem gälischen Wort „Stobhar“ stammen, was so viel wie „Pfahl“ oder „Säule“ bedeutet. „Old Man“ könnte sich auf die Form der Steinsäule beziehen, die an einen Mann erinnert, der in der Ferne steht.
Es ist unklar, welche dieser Theorien die richtige ist. Der Name „Old Man of Storr“ ist jedoch seit vielen Jahren in Gebrauch und hat sich als Bezeichnung für diese ikonische Felsformation etabliert.
Kilt Rock & Mealt Falls Viewpoint
Der Aussichtspunkt Kilt Rock & Mealt Falls ist der nächste Höhepunkt auf der Isle of Skye.

Kilt Rock ist eine Steilküste auf der Isle of Skye, die bekannt ist für ihre Ähnlichkeit mit einem traditionellen schottischen Kilt. Die Formation besteht aus senkrechten Klippen, die etwa 90 Meter hoch sind und aus Basaltsäulen bestehen. Die Basaltsäulen sind symmetrisch und ähneln dem plissierten Faltenrock eines Kilts.

Die Aussichtsplattform am Kilt Rock und der davor ins Meer stürzende Wasserfall Mealt Falls sind so beliebt, dass man Schlange stehen muss.
Die Isle of Skye leidet, wie andere beliebte Reiseziele in der ganzen Welt, unter Overtourism. Die örtlichen Behörden auf der Isle of Skye arbeiten jedoch daran, den Besucheransturm zu bewältigen und sicherzustellen, dass die Umwelt und die lokale Infrastruktur nicht überlastet werden.
Wie auch anderswo in Schottland ist Wandern wahrscheinlich die beste Art, die Isle of Skye in Ruhe zu genießen, da sie bis auf die mit dem Auto leicht erreichbaren Hotspots ziemlich leer ist.
Der Isle of Skye Trail zum Beispiel ist ein 127 km langer Fernwanderweg, der die Isle of Skye durchläuft. Es muss eine tolle Strecke sein!
Weitere Highlights auf der Isle of Skye
Folgt man der A855 nun einfach immer weiter, kommt man eigentlich an den bekanntesten Highlights der Insel automatisch vorbei und landschaftlich wird es dabei immer interessanter!
Old Diatomite Factory und Lealt Fall



Die Fabrik wurde in den 1880er Jahren gebaut und produzierte Kieselgur, das in der Landwirtschaft und in der industriellen Filtration verwendet wurde. Die Fabrik wurde jedoch in den 1960er Jahren geschlossen und ist seitdem verlassen. Die Ruinen selbst sind nicht besonders sehenswert, aber die umliegenden Wanderwege sind wegen ihrer landschaftlichen Schönheit zu empfehlen.
Duntulm Castle

Duntulm Castle ist eine weitere Ruine entlang der A855. Es braucht viel Vorstellungskraft, um zu erkennen, dass hier einmal Burg stand, auch wenn Teile der ursprünglichen Struktur noch vorhanden sind. Aber diese Ruine liegt ebenfalls auf einer Klippe mit Blick auf das Meer und bietet eine spektakuläre Aussicht auf die umliegende Landschaft.
Dunvegan Castle


Dunvegan Castle ist eine der größten Burgen der Hebriden und die einzige Festung der Highlands, die seit 800 Jahren ununterbrochen von derselben Familie bewohnt wird. Aus diesem Grund ist die Burg sehr gut erhalten und zieht viele Besucher an.
Hier kauften wir uns dann auch mal eine Eintrittskarte um die Räume von Innen besichtigen zu können. Eine absolut lohnenswerte Ausgabe, die Räume sind echt gut aufbereitet, es gibt viel zu sehen und es schwirren kostenlose Guides herum welche viel zu erzählen haben.



Entlang der kleinen Straße hinter dem Parkplatz des Schlosses gibt es mehrere Möglichkeiten zu stoppen, noch mal Fotos vom Schloss zu knipsen und eine Kolonie von Seehunde zu beobachten. Die Bootstour welche dort angeboten wird ist also nicht unbedingt notwendig.



Ansonsten warten noch unzählige kleine Täler und zig Wanderwege darauf erkundet zu werden, für die man dann aber am besten mit Campingausrüstung anreist und entsprechend länger auf der Insel verweilt.
Steht bereits auf unserer ToDo für einen nächsten Roadtrip durch Schottland!
Loch Ness, Delfine und der Nebel des Grauens
Nach unseren Tagen auf der Isle of Skye gab es eigentlich nur noch eine wichtige Sache in den schottischen Highlands abzuhaken. Die Suche nach dem Monster Nessie!


Vorbei am Eilean Donan Castle


Anfahrt war entspannt über die A87, also dieses mal über die Brücke runter von der Isle of Skye, mit einem Zwischenstopp beim Eilean Donan Castle.
Leider hatten wir anfangs noch recht fisselig, diesiges Wetter und so war der Anblick von dem Schloss zwar nett aber halt nicht optimal.
Spazieren im Glen Affric

Wer auf dieser Seite von Loch Ness ist sollte unbedingt einen Stopp im Glen Affric einlegen! Absolut sehenswert, mit vielen gut ausgeschilderten Wanderwegen und netten View Points.

Gut entspannen lässt es sich am Schluss einer Tour an den Dog Falls, einem kleinen Wasserfall entlang des Fluss Affric. Parken kostet 2 Pfund pro Tag. Immer schön wenn man zu solchen Ecken direkt mit dem Auto hinfahren kann.
Suche nach Nessie abgebrochen

Unsere Suche nach Nessie brachen wir relativ schnell ab, denn bis auf echt überteuerte „Museen“ zu dem Thema und der Ruine vom Urquhart Castle hat der See nicht wirklich viel schönes zu bieten.


Wir besuchten da lieber die hinter Inverness gelegenen alten Städte wie Dingwall, welche aufgrund der alten Gebäude einfach einen netten Charme versprühen.
Für die Hinfahrt unbedingt die A831 und umliegende Single Track Roads anstelle des direkten Weges über Inverness nehmen. Sehr schöne Landschaft mit viele Alleen und so gut wie kein Verkehr.
Delfine vor dem Fort George


In der Ortschaft Fortrose ist ein Stopp und längere Pause ein Muss, denn man kann nicht nur an einem kleinen Leuchtturm entspannt picknicken und dabei zum Fort George rüber sehen ….


…. sondern auch einer Gruppe Delfinen bei der Jagd zusehen!
Jeden Tag ab 13 Uhr kommen sie mit der Flut und wir haben noch nie so viele so nah zu Gesicht bekommen wie dort! Ab und an kam sogar ein neugieriger Seehund vorbei um die Lage zu checken.

Ein echtes Spektakel bei dem man außerdem schnell ins Gespräch mit Leuten aus der Region kommt, welche sich dort täglich mit bestem Fotoequipment versammeln!
Nebel des Grauens in Cairngorms

Unsere letzten Nächte in Schottland verbrachten wir im B&B Ashbank House in Pitlochry.
Für die Anreise planten wir eigentlich eine gemütliche Fahrt durch den Cairngorms National Park mit mehreren Fotostops …

… doch statt der Highlands sahen wir nur Nebel, welcher teilweise so dicht war, dass wir kaum noch einen Wagen vor uns geschweige denn eine kommende Kurve ordentlich erkennen konnten. Spaßig aber auch irgendwie etwas gruselig!

Immerhin hatten wir beim Stopp am Balmoral Castle, dem Sommersitz der Queen, wieder etwas besseres Wetter und konnten uns dieses Schmuckstück mit seinen Gärten in Ruhe ansehen.


Pitlochry ist nett zum entspannen, spazieren und lecker Essen und Trinken gehen. Einziges Highlight ist eigentlich die Lachstreppe am Staudamm, welche in der ganzen Ortschaft ausgeschildert ist.
Rückweg nach Edinburgh

Am letzten Tag hatten wir noch recht viel Zeit um etwas durch die Gegend zu cruisen ehe wir unseren Wagen wieder abliefern mussten und sind in einem großen Bogen von Pitlochry über Kilin, Callander, Aberfoyle und Stirling zum Flughafen in Edingburgh gefahren. Alles kleinere Ortschaften entlang einer recht sehenswerten Strecke!

Vom Stirling Castle aus hatten wir noch einen schönen letzten Blick auf Schottland!
Fazit: Schottland wird uns irgendwann wieder sehen, dann mit Camping Ausrüstung und längerer Zeit auf der Isle of Skye und seinen Nachbarinseln.
P.S.: Die Abgabe unseres Wagens bei Europcar bzw. Alamo verlief problemlos. In Total sind wir knapp 1.700 Kilometer gefahren!
Hi, ich bin Oliver.
Auf ein Pint nach Gibraltar – von Spanien zu Fuß nach England
Von Pub zu Pub durch Dublin – Kurztrip nach Irland
Zwischenstopp bei Robin Hood
Stefanie Maier
Hi, wir planen für nächstes Jahr Ende April/ Anfang Mai Schottland und ich bin gerade auf Euren Bericht gestoßen. Ich habe nun kein Datum gesehen, wann habt Ihr denn diese Runde gemacht?
Herzliche Grüße Steffi
Oliver
Hi Stefanie.
Bei dem Roadtrip waren in einem Juli unterwegs, daher auch alles so knackig grün und wir im T-Shirt. Den West Highland Way sind wir aber zum Beispiel im April gelaufen, da ist die Landschaft nicht weniger beeindruckend (und weniger Midges sind auch aktiv).
Viel Spaß bei der Planung
Oliver
Alexander
Hallo, die Bilder sehen toll aus, Die Highlands werden bestimmt eine unserer nächsten Reisen werden. Wir waren letztes Jahr in Berwick upon tweed (gerade noch Northumberland) und fuhren vor dort aus in den schottischen Borders umher. Das war auch schon ganz großartig .
Autofahren im Wagen und mieten scheint ja wohl immer ein Thema zu sein, das habe ich auf meiner Schottland-Seite auch beschrieben. Aber Versicherungen werden wohl überall gerne verkauft.
Auch wenn die Strecken in den Hills einigermaßen „krümelig“ sind, es ließ sich bei uns alles gut befahren, sogar mit Kindern drin. Man kann ja fast überall halten wenn es Not tut. Und einen tollen Blick genießen oder eine Sehenswürdigkeit betrachten.
Auf jeden Fall ist eine Erkundung Schottlands mit dem Auto eine gute Sache. So viel Verkehr ist da ja nicht.
Oliver
Hach ja, Schottland mit dem Auto zu erkunden ist schon extrem genial. Viel Spaß! Olli
Martina
Hiya, tolle Fotos! Ich war vor ein paar Wochen in den Highlands, aber dieses Jahr ist der schottische Sommer kein Sommer. Bei meinen Fotos hängen deutlich mehr Wolken in den Highlands! Schön ein paar Bilder ohne Wolken und mit Sonne zu sehen ;) Kommt doch nochmal nach Schottland und genießt das Festival-Treiben im August in Edinburgh! Das ist einzigartig. Kaum zu beschreiben! Viele Grüße!
Oliver
Besten Dank Martina. Schottland wir uns sicherlich erneut sehen. Auch der Winter oder Neujahr in Edinburgh sollen ja unglaublich genial sein! Am besten wir ziehen einfach mal für nen Jahr hin. ;-)
Sven
Hey Oliver=)
Sehr schöner Beitrag über Schottland! Ich war selbst vor ein paar Wochen in Schottland und es war wunder schöne… vor allem als die die größeren Touristenströme verschwanden, konnte man die ganze Geschichte, Ursprünglichkeit und Schönheit dieser einzigartig rauen Natur kennen lernen. Wenn du Lust hast, kannst du ja ein Beitrag über meine Schottland Tour lesen, würde mich sehr freuen…
Oliver
Hey Sven. Ja absolut, Schottland hat uns beide sehr begeistert und ist schon sehr speziell! Im Winter stelle ich mir das Wetter allerdings noch rauer vor als es dort eh schon ist. Werde nachher mal in deinen Blog reinlesen. ciao, Olli