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Tipps für deine Reise um die Welt

Machu Picchu & Cusco – Reisetipps, Anreise & Inka-Highlights

Reiseblog Peru Urlaub

aktualisiert 30.06.2026 | veröffentlicht 19.10.2015

Cusco, bei den meisten Ausgangsort für Touren Richtung Weltwunder Machu Picchu und daher auch die wohl bekannteste Stadt Perus. Da Cusco satte 3.400 Meter über dem Meeresspiegel liegt, gibt es bei der Reiseplanung vor allem ein Thema zu berücksichtigen. Die Höhenkrankheit, welche mehr oder weniger schwer und – wie bei den meisten Besuchern – auch gar nicht auftreten kann.  

Cusco, Entspannung & Chaos zugleich

Unterwegs in Cusco
Wer allerdings wie wir direkt von Lima aus fliegt und nicht den Weg langsam mit dem Bus zurücklegt, der muss am Flughafen mit einer kleinen extra Begrüssung rechnen, denn die dünne Luft macht sich schon am Gepäckband bemerkbar. Langsam machen & extra tief Luft holen ist also angesagt! Sich ein, zwei Tage vor der ersten Tour erstmal zu akklimatisieren, können wir echt weiterempfehlen und so interessant Inca Cola auch schmeckt, ein paar Tassen Mate de Coca (Tee) helfen dabei um einiges besser! Der Coca Tee wird in Blättern oder direkt als Tee-Beutel in den meisten Kiosks und Märkten verkauft bzw. wird man eigentlich auch mit einem Tässchen in jedem Hotel direkt begrüßt. Die Coca Blätter enthalten einen Wirkstoff der vorbeugend gegen die Höhenkrankheit hilft und keine Angst, auch wenn aus diesen Blättern Kokain gewonnen wird, so enthält der Tee oder auch wenn man sich ganze Blätter in die Backen klemmt, nur einen verschwindend geringen Anteil und eine farbenfroh energetische Nebenwirkung ist daher nicht zu erwarten.
Unterwegs in Cusco
Geschmacklich erinnert der Coca Tee sehr an grünen Tee und lässt sich daher auch bestens zu dem einen oder anderen Käsekuchen genießen. Das Café Extra nähe Plaza de Armas & Café Punchay auf der Calle Choqechaka sind da sehr zu empfehlen!
Unterwegs in Cusco
Unterwegs in Cusco
Die Anstrengungen werden von Cusco aber auch mehr als belohnt, welche es schon am ersten Tag in unsere Liste absoluter Lieblingsstädte dieser Reise schaffte! Kleine Gassen zum bummeln, historische Bauten ohne Ende und eine riesige Auswahl an Orten mit einer ganz besonderen Stimmung und dies trotz ordentlicher Massen an Touristen. Außerdem, wo sonst kannst Du beim Spazieren immer wieder Fotos mit Alpacas & Lamas machen?! Übrigens Finger Weg von den überall bunt beworbenen SOROJCHI Pillen. Wer den Beipackzettel mal genau liest wird feststellen, gerade ziemlich teure Aspirin gekauft zu haben! Auch diese kleine Dosen Sauerstoff sind schon eher ein teurer Touristen Gag bei der winzigen Menge an Sauerstoff die diese beinhalten. Wenn Du unbedingt Sauerstoff benötigen solltest, den gibt es im Notfall im Krankenhaus und auch teurere Hotels der Stadt versorgen ihre Gäste aus großen Flaschen.
Unterwegs in Cusco
Unterwegs in Cusco
Unterwegs in Cusco
Besonders entspannt geht es im Bezirk San Blas, oberhalb der Stadt zu. Dort findet sich auch mit das beste Angebot an kleinen Cafés, Restaurants und Artisan Shops. Tipp: Solltest Du später La Paz noch bereisen, spare dein Geld für die super kuscheligen Alpaca Pullover, denn auf den dortigen Märkten findest Du die selbe Qualität um einiges günstiger!
Unterwegs in Cusco
Unterwegs in Cusco
Unterwegs in Cusco
Deutlich mehr Trubel gibt es dann schon am zentralen Plaza de Armas, rund um die sehenswerte Kathedrale und weiter Richtung Markt bzw. Innenstadt. Vor lauter Sehenswürdigkeiten immer auch ein Auge auf vorbeifahrende Autos richten, denn die Straßen sind teilweise recht schmal gebaut und als Fußgänger teilt man sich daher gezwungenermassen den Weg auch öfters mit Autos. Dies bedeutet aber keineswegs, dass sie deswegen langsam an dir vorbei fahren oder auch nur eine Sekunde darüber nachdenken für dich an Überwegen oder Kreuzungen zu bremsen (gilt ganz besonders für Taxis).  

Ungewohntes auf Peru’s Märkten

Dennoch solltest Du den Markt und die Gegend rund um nicht verpassen, denn was dort teilweise verkauft wird, bekommst Du nicht alle Tage zu Gesicht. Wir jedenfalls, standen dort zum ersten mal auf unserer Reise vor getrockneten Lamaföten! Eine Art Glücksbringer die in Peru wie auch Bolivien gerne gekauft werden um sie z.B. beim ersten Spatenstich eines neuen Hauses mit zu verbuddeln. Es wird auch gemunkelt, reichere Grundbesitzer würden größere & sogar lebendige Tiere dafür nutzen. Ob da was dran ist, kann ich nicht mit Gewissheit sagen oder bestätigen aber jetzt hast es auch Du im Kopf und kannst der Sache ja weiter nachgehen. Auch der Anblick von ausgenommenen Meerschweinchen in Eimern – werden so rund um den Markt verkauft – war recht gewöhnungsbedürftig und eher wenig Appetit anregend. Meerschweinchen bzw. Cuy sind in Peru eine Art Spezialität und kann in vielen kleinen Restaurants & Straßenküchen bestellt werden. Zubereitet sieht es allerdings noch schrecklicher aus!
Unterwegs in Cusco
Der erste visuelle Schock lässt sich am besten mit einer Pause an einem der zahlreichen Saftstände verdauen. Hier holten wir unsere tägliche Dosis Vitamin-C ab & wurden von den Damen schon als Stammkunde erkannt. Frischer & gesünder gehts nicht!  

Wo wir gerade beim Thema Essen sind

Besonders eine Spezialität der peruanischen Küche darfst Du dir in Cusco nicht entgehen lassen! Anticuchos mit Rocoto Relleno
Unterwegs in Cusco
Mit Anticuchos ist in diesem Fall an einem Spiess gegrilltes Rinderherz gemeint. Rocoto Relleno sind gefüllte Paprika und landen ebenfalls kurz auf dem Grill und/oder im Ofen. Beide Gerichte lassen sich in Restaurants verschiedenster Preisklassen und auch an Straßenküchen probieren. Letzteres vielleicht nicht unbedingt vor längeren Busfahrten testen …
Unterwegs in Cusco
Wobei so richtig wird es erst ein Erlebnis, wenn Du in ein komplett auf Anticucho spezialisiertes Grill-Restaurant gehst, die meist außerhalb des Touri Zentrums zu finden sind. In Cusco ist besonders die Anticucheria El Condorito zu empfehlen. Jeder Taxi Fahrer wird es kennen aber sei gewarnt, bereits kurz nach Laden-Öffnung wird es schon schwer einen der Plastiktische in der Halle zu ergattern. Etwas Wartezeit also direkt mit einplanen!
Unterwegs in Cusco
Deren Grill dabei vielleicht nicht zu genau studieren, denn es gibt sicherlich sterilere Küchen und nach 1 Stunde in dieser verrauchten Halle, wirst Du den Geruch sicherlich noch bis zum nächsten Waschtag mit dir rumtragen. Wenn Du aber nicht gerade Vegetarier bist, ist ein Besuch bei El Condorito quasi Pflicht, denn nicht nur sind die Gerichte alle hervorragend auch ist der ältere Besitzer einfach super herzlich & kümmert sich persönlich um Deine Bestellung.  

Cusco und seine Geschichte

Unterwegs in Cusco
Kommen wir aber zum eigentlichen Highlight dieser Stadt! Cusco hat viele spannende Geschichten aus der Inkazeit zu erzählen. Besonders berühmt ist der perfekte Baustil, den die Spanier später nicht mal Ansatzweise so fortführen konnten. Die Mauern wurden so präzisiere errichtet, dass nicht mal mehr ein Blatt Papier zwischen die Steine passt und das obwohl keinerlei Mörtel oder ähnliches dabei als Hilfsmittel genutzt wurde! In der Altstadt, nur wenige Meter vom Plaza de Armas entfernt, ist der wohl meistfotografierte Mauerabschnitt Perus mit einem 12 eckigen Stein zu finden. Unbedingt früh Morgens besichtigen, denn je später die Stunde desto voller und unerträglicher wird diese Gasse, durch die sich Touristen gleich Gruppenweise drängen und beim Selfie schiessen vor eben diesem Stein regelrechte Staus bilden!
Unterwegs in Cusco
Mehr Platz um deiner Fantasie freien Lauf zu lassen bekommst Du in den Anlagen oberhalb von Cusco.
Unterwegs in Cusco
Auf dem Berg, direkt neben der für Südamerika so typischen & stets präsenten Christus Statue, liegt die Inkafestung mit dem einfach auszusprechendem Namen Sacsayhuamán.
Unterwegs in Cusco
Unterwegs in Cusco
Der etwas um die 4 Kilometer lange Weg hoch bis zum Eingang der Anlage ist zwar recht steil aber mit etwas Zeit durchaus zu bewältigen. Unterwegs triffst Du immer wieder auf indigene Frauen die mit ihren Lamas & Alpacas unterwegs sind, welche auf den Wiesen der Anlage dann wieder frei herumlaufen und sich von ihrem Modeljob erholen können. Wenn Du zu Fuß hoch gehst (alternativ geht es auch mit dem Taxi oder Tourbus) dann nutze am besten die Treppe ab dem Ende der Calle Choqechaka, die deutlich angenehmer zu laufen ist als entlang der stark befahrenen Straße. Wichtig: Sacsayhuamán, wie auch alle anderen Anlagen im Heilige Tal, sind nur noch mit dem sogenannten Boleto Turistico zu besuchen. Eintrittskarten werden nicht mehr vor Ort oder einzeln verkauft. Zu kaufen in einem extra dafür eröffnetem Büro auf der Avenida El Sol 103, gleich hinter dem Plaza de Armas.
Unterwegs in Cusco
Sobald Du genug Fotos von Steinmauern & Alpacas im Kasten hast, relaxe noch ein wenig in der Anlage, die besonders gegen Sonnenuntergang total ruhig und schon fast verlassen wirkt.
Unterwegs in Cusco
Auch ist dort einer der besten Aussichtspunkte (Mirador) zu finden, bei dem Du an klaren Tagen nicht nur Cusco sondern auch die dahinter liegenden & schneebehangenen Berge gleich mit bestaunen kannst. Ein atemberaubender Blick, von dem wir uns auch nicht so schnell los sagen konnten!  

Ollantaytambo – letzte große Inka-Ruine

Zwischen Machu Picchu und Cusco lässt sich wunderbar ein Stopp im Örtchen Ollantaytambo einlegen. Nicht nur hält hier der Zug und die Weiterfahrt nach Cusco ist bequem mit Bus & Taxi möglich, sondern ist dort auch eine der am besten erhaltenen Festungen aus der Zeit der Inkas zu sehen.  

Eine Ruheoase umgeben von Bergen

Ollantaytambo in Peru
Ollantaytambo ist von der Größe her sehr übersichtlich und komplett auf den Tourismus optimiert. Gästehäuser, kleine Cafés & Restaurants gibt es an jeder Ecke und die grossartigen Inka Ruinen sind fussläufig zu erreichen.
Ollantaytambo in Peru
Ollantaytambo in Peru
Ein guter Grund also mehr als nur einen Tagesausflug in dieses Dörfchen zu unternehmen, damit neben der Besichtigungen der Ruinen auch noch Zeit für ein typisch peruanisches Tagesmenü und gemütlichem Bummeln durch die kleinen Gassen bleibt. Ollantaytambo liegt außerdem „nur“ noch knapp 2.800 Meter über dem Meeresspiegel, ist also auch ein guter Ort um sich zu erholen, falls Du mit der Höhe in Cusco zu kämpfen haben solltest.  

Inka-Ruinen in Ollantaytambo

Ollantaytambo in Peru
Absolutes Highlight sind aber natürlich die sehr gut erhaltenen Inka Ruinen, welche an den Hängen der Berge errichtet wurde. Nicht nur lässt sich wieder die perfekte Bauweise diverser Steinmauern bewundern, sondern stehen dort auch noch einige Häuser auf den Terrassen.
Ollantaytambo in Peru
An solch einem Ort kannst Du dich Deiner Vorstellungskraft wieder komplett hingeben und Dir ausmalen, wie es in Ollantaytambo wohl damals zugegangen sein muss. … und wie heftig die Kriege mit den Spaniern hier vonstattengegangen sein muss.
Ollantaytambo in Peru
Ollantaytambo in Peru
Eine ordentliche Portion Vorstellungskraft benötigt man, um sich auch nur Ansatzweise zu erklären, wie sie es damals bewerkstelligten auf solch bröseligen Bergen Mauern mit derart riesigen Monolithen zu erbauen! Ollantaytambo ist auch ein Zwischenstopp für viele Wanderungen in der Cusco-Region, wie den Salkantay-Trek oder den klassischen Inka Trail.
Ollantaytambo in Peru
Für den Eintritt benötigst Du wieder dieses Boleto Turistico, welches Du nur in Cusco in der Nähe des Plaza de Armas kaufen kannst. Ollantaytambo liegt im sogenannten heiligen Tal, welches noch einiges mehr an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat – Chinchero / Moray / Pisac – und für die dieses Ticket ebenfalls notwendig ist. Für uns war mit Ollantaytambo der Hunger auf weitere Ruinen aber erstmal gestillt und wir fuhren mit dem Taxi nach 2 Tagen ohne weitere Stopps zurück ins schöne Cusco.
Ollantaytambo in Peru
Wir bevorzugten übrigens ein Taxi gegenüber den deutlich günstigeren Colectivos oder den klapprigen lokalen Bussen, da wir auf dieser beeindruckenden Strecke – welche teilweise sogar auf 3.800 Meter klettert – noch die Landschaft in Ruhe genießen wollten.  

Anreise Machu Picchu – Mit Zug und Bus

Auf meiner Bucket List stehen nicht all zu viele Orte, die ich unbedingt einmal mit meinen eigenen Augen gesehen & selbst erlebt haben möchte.
Machu Picchu in Peru
Die Tempelanlage Machu Picchu dagegen war schon immer ganz weit oben und ich werde noch oft an diese Reise mit einem zufriedenem Lächeln zurückdenken können!  

Mit dem Zug nach Machu Picchu

Machu Picchu in Peru
Um Machu Picchu zu erreichen, gibt es eigentlich nur 2 ordentliche Optionen. Entweder Du wanderst den Inkatrail mehrere Tage oder Du nutzt einen von zwei Zügen, welche Cusco und auch Ollantaytambo mit Machu Picchu bzw. dem davor im Tal liegenden Ort Aguas Calientes verbinden. Einfach in einen Bus direkt nach Machu Picchu zu springen ist derzeit noch nicht möglich (liesst man sich die Expansionspläne aber so durch, würde es mich nicht wundern, wenn dies in naher Zukunft auch bald möglich gemacht wird). Ok, es gibt eine Backpacker Variante, welche dich in einem kleinen Sammelbus (Colectivo) bis zum Wasserwerk in der Nähe von Aguas Calientes bringt und Du den Rest der Strecke dann einfach auf den Gleisen zurück legst. Ehrlich gesagt, ist der Weg mit dem Zug aber zu schön und diese Version ist daher nicht unbedingt zu empfehlen. Für den Inkatrail musst Du dich recht früh für ein fixes Datum entscheiden und dich entsprechend anmelden um noch eine Genehmigung dafür erteilt zu bekommen, welche pro Tag begrenzt sind.
Machu Picchu in Peru
Wenn Du unseren Reiseblog schon länger verfolgst, wirst Du wissen, dass wir uns eine schöne Bahnfahrt nicht so einfach entgehen lassen und wenn dazu noch Waggons mit Panorama und Dachfenster angeboten werden, können wir dies schlichtweg nicht ablehnen!
Machu Picchu in Peru
Für die Hinfahrt nutzten wir die Verbindung direkt ab Cusco bis Aguas Calientes, bei der Rückfahrt dann nur bis Ollantaytambo, da wir uns noch das Dörfchen selbst wie auch die dortigen Ruinen (im heiligen Tal) ansehen wollten. Achtung: Die Strecke zwischen Cusco & Ollantaytambo würde ich nicht zur Regenzeit nutzen, da es dort oft zu Erdrutschen und entsprechenden Sperrungen kommt. Bis Ollantaytambo kommst Du aber ohne Probleme auch mit dem Bus oder Taxi.
Machu Picchu in Peru
Machu Picchu in Peru
Landschaftlich geht es kaum besser! Der Zug schlängelt sich quer durch die Berge, oft so dicht an diesen vorbei, dass Du ohne Dach oder großem Panoramafenster sehr viel davon verpassen würdest. Der Aufpreis zum normalen Waggon (Expedition) ist marginal und da die Tickets so oder so nicht gerade günstig sind, kann ich den Panoramawagen (Vistadome) von Perurail echt nur empfehlen.
Machu Picchu in Peru
Wohin mit dem Backpack im Zug? Das Personal von Perurail wie auch die Tickets selbst weisen ständig darauf hin, dass kein größeres Gepäck zugelassen ist. Die meisten Unterkünfte in Cusco bieten daher auch eine Gepäckverwahrung mit an (mal kostenlos, mal gegen Gebühr), denn meistens führt der Weg so oder so wieder zurück nach Cusco.
Machu Picchu in Peru
Auch wir packten ein wenig um und nahmen nur eine unserer Reisetaschen mit, doch wir hätten auch einfach alles mitnehmen können denn ausreichend Platz war vorhanden und wirklich kontrolliert wurde dies ebenfalls nicht. An jedem Eingang gab es spezielle Gepäckablagen und auch zwischen den Sitzreihen konnte einiges gut verstaut werden. Alles also kein Problem & der Hinweis dient wohl eher der Abschreckung, damit nicht jeder mit seinem kompletten Gepäck anmarschiert kommt. Den separaten Gepäckwagen, welchen man noch öfters in älteren Reiseberichten dazu findet, gibt es mittlerweile wohl nicht mehr. Unsere Tickets kauften wir direkt auf deren Webseite www.perurail.com und konnten diese sogar unkompliziert mit PayPal bezahlen, was ich gegen einer Zahlung mit Kreditkarte immer vorziehe. Alternativ kannst Du die Tickets auch in deren Büro am Plaza de Armas in Cusco kaufen, beachte dabei aber unbedingt, dass die Plätze lieber ein paar Tage im Voraus reserviert werden sollten (ganz besonders wenn es der Panoramawagen werden soll). Als Alternative zu Perurail gibt es nur noch den Anbieter Inca Rail welcher zwar etwas ältere Züge nutzt, deren Tickets aber auch ein klein wenig günstiger sind. Vom fehlenden Panoramawagen abgesehen gefielen uns auch deren Abfahrtszeiten nicht wirklich, weshalb unsere Wahl immer wieder auf Perurail fallen würde. Den lokalen Zug dürfen Touristen, besonders zum Ärger vieler Backpacker, nicht nutzen und der absolute Luxuszug Hiram Bingham ist preislich für keinen normal Reisenden eine Option!
Machu Picchu in Peru
Unterwegs entdeckten wir noch dieses nette Hotel mit seinen ganz speziellen Zimmern in bzw. an den Bergen! Ist es nicht immer wieder interessant, was sich findige Unternehmer nicht alles ausdenken um an das Geld adrenalinsüchtiger Touristen zu kommen?!  

Aguas Calientes, Basis aller Machu Picchu Touristen

Machu Picchu in Peru
Der Bahnhof von Aguas Calientes ist schon fast das schönste an dem Ort, welchem man sonst nicht wirklich ansieht das dort tag täglich tausende Touristen ihre Peso lassen.
Machu Picchu in Peru
Wo wir aber gerade von Touristenmassen sprechen.
Machu Picchu in Peru
Dass die Tempelanlage von Machu Picchu kein Geheimtipp mehr ist, dürfte jedem von uns klar sein und das wir sehr früh aufstehen sollten um in einem der ersten Shuttle Busse Richtung Eingang zu sitzen, lernten wir aus diversen Hinweisen anderer Reiseberichte. Das sich aber bereits ab morgens 4 Uhr anfängt eine elendig lange Warteschlange zu bilden, deren Anfang nur zu erahnen war, damit rechnete ich auch zur Hochsaison nicht wirklich! Die Shuttle Busse beginnen ihren Dienst kurz vor Sonnenaufgang und Machu Picchu selbst öffnet seine Tore gegen 6 Uhr. Wenn Du also schon früher oben sein willst oder sein musst, um z.B. dein reserviertes Zeitfenster für den Huayna Picchu nicht zu verpassen, dann bleibt dir nichts anderes als der Wanderweg in aller Frühe übrig. Der Wanderweg hoch zum Eingang führt oft entlang der Straße, zieht sich aufgrund der Höhe und ist nicht wirklich ansprechend, besonders wenn Du diesen etwas später wählen solltest und die ersten Shuttle Busse an dir regelrecht vorbei brettern und dich in einer Staubwolke stehen lassen. Da wir außerdem noch den Aufstieg zum Gipfel des Berg Machu Picchu vor uns hatten, sparten wir uns den Weg so oder so und warteten lieber brav in der Schlange auf den Bus.
Machu Picchu in Peru
… und pünktlich zum Sonnenaufgang durften auch wir dann endlich einsteigen. Die Fahrt hoch bis zum Eingang dauert knapp 30 Minuten und ist ziemlich rasant. Die leeren Busse rasen regelmäßig auf dem oft einspurigen Weg wieder runter und oft fragten wir uns, wie oft es hier wohl schon zu Unfällen gekommen sein muss. Geplant ist schon länger eine Seilbahn um Touristen sicherer nach oben zu transportieren, da die Straße auch regelmäßig durch Erdrutsche nachgebessert werden muss und mittlerweile wohl auch absolut an ihre Kapazitäten stösst. Mit der Seilbahn sollen natürlich gleich noch mehr Touristen Richtung Machu Picchu gebracht werden, wogegen UNESCO schon seit längerem protestiert. (schon die aktuell eigentlich vereinbarte maximale Anzahl an Touristen pro Tag wird ständig überschritten)
Machu Picchu in Peru
 

Wo Tickets für Machu Picchu kaufen?

Machu Picchu Ticketschalter in Cusco
Das Ticket für Machu Picchu lässt sich bequem online kaufen, z.B. beim Anbieter Ticketmachupicchu.com – auch per PayPal bezahlbar. Für einen kleinen Aufpreis erspart man sich die Wartezeit in der ewig langen Schlange vor dem Ticketschalter in Cusco und muss sich auch nicht mit der offiziellen Seite auseinandersetzen, welche mehr schlecht als recht funktioniert. Online lässt sich auch easy die Verfügbarkeit der freien Tickets prüfen und der Bestellprozess ist innerhalb weniger Minuten erledigt. Die Tickets kamen als PDF direkt via E-Mail und fertig war die Angelegenheit für uns. Wichtig: Wenn Du Machu Picchu zusammen mit dem Huayna Picchu besuchen möchtest, dann empfehle ich dir deine Tickets so früh wie möglich zu sichern, denn die Anzahl ist begrenzt und sie gehen weg wie warme Semmel! Bedenke auch, wenn an manchen Tagen etwas von 100 verfügbaren Tickets steht, kann dies schon sehr knapp werden, denn Touranbieter reservieren oft auf einen Schlag große Mengen.  

Hoch oben auf dem Gipfel des Machu Picchu

Als wir uns für einen Besuch der sagenumwobenen Tempelruine Machu Picchu entschieden, wollten wir unbedingt auch einen der beiden angrenzenden Berge mit besteigen, um so zusätzlich einen Blick quasi aus der Vogelperspektive zu erhaschen.
Machu Picchu in Peru
Der Klassiker ist dabei die Kombination aus Machu Picchu und Huayna Picchu, wobei ich dies gar nicht so recht nachvollziehen kann, denn die perfekte Postkartenansicht gibt es vom Machu Picchu Berg selbst. Tempelruine mit Huayna Picchu im Hintergrund. Ein absoluter Traum!
Machu Picchu in Peru
Ein weiterer Vorteil vom Machu Picchu Berg selbst ist, dass er im Vergleich nicht so populär ist. Als wir uns morgens im Gästebuch eintragen mussten, waren gerade mal 5 andere Menschen bereits auf dem Pfad unterwegs. Im Vergleich, der Huayna Picchu wird täglich auf zwei Zeitfenster aufgeteilt und beide sind immer bis zur max. Anzahl der Tickets voll! Schon gewusst? Mittlerweile benötigst Du auch für den Berg Machu Picchu ein kostenpflichtiges Ticket welches vorher reserviert werden muss. Es gibt auch dafür nur eine gewisse Anzahl Ticket pro Tag und 2 Zeitfenster für den Start der Wanderung. Vor Ort einfach Tickets kaufen ist also nicht angesagt.  

Stufen, Stufen und noch mehr Stufen!

Machu Picchu in Peru
Machu Picchu in Peru
Der Pfad hoch zum Gipfel startet mit Stufen und dies endet auch erst, wenn man am Gipfel angekommen ist. Verschnaufpausen vom Stufensteigen gibt es eigentlich nicht, denn es geht einfach immer weiter und weiter steil nach oben … Der Trail ist ungefährt doppelt so lang wie der hoch zum Huayna Picchu!
Machu Picchu in Peru
Zwischendurch also unbedingt mal stoppen und umdrehen, denn schon nach relativ kurzer Zeit gibt es einen ersten wunderbaren Blick auf die Tempelanlage.
Machu Picchu in Peru
… und auch auf die Umgebung. Welche besonders zu den frühen Morgenstunden im ersten Sonnenlicht so richtig spektakulär wirkt!
Machu Picchu in Peru
Je höher es geht, desto spannender aber auch steiler wird die Treppenführung und wer etwas mit Höhenangst zu kämpfen hat, sollte sich möglichst weit links vom Weg halten. Das Ziel hast Du jedenfalls öfters vor Augen, was beim Wandern ja immer eine mehr als willkommene Motivation ist!
Machu Picchu in Peru
Eine im Wind wehende, riesige Regenbogenflagge auf dem Gipfel, markiert den höchsten Aussichtspunkt und Ende des Weges.
Machu Picchu in Peru
Auf dem Gipfel selbst gibt es auch einen vor der Sonne schützenden Unterstand und jede Menge Sitzgelegenheiten laden ein, es sich für 1 oder 2 Stündchen bequem zu machen (eine Pause die wir dringend brauchten, denn so viele Treppen knabbern dann doch ziemlich an die Substanz). Ein bischen Picknick Krams hoch schleppen lohnt sich also!
Machu Picchu in Peru
Bei so einem Ausblick mussten wir uns schon fast zwingen wieder los zuziehen, doch wir wollten Machu Picchu natürlich auch noch etwas näher kommen und die Anlage ist recht gross.  

Spaziergang durch die Tempelruine

Der Weg runter war nicht weniger Spektakulär und an jeder Kurve mit freiem Blick stoppten wir erneut um diesen Blick in Ruhe zu genießen und ein wenig darüber zu fantasieren, wie es hier wohl zu Lebzeiten der Inker aussah und was sich noch alles in den dicht bewachsenen Bergen so vor uns verbirgt.
Machu Picchu in Peru
Machu Picchu in Peru
Der für uns sichtbare und größtenteils zugängliche Bereich Machu Picchu’s soll ja wohl nur ein kleiner Teil der gesamten Anlage sein. Vieles davon ist leider auch nicht mehr im bestem Zustand. Wind & Wetter, Erdbeben und natürlich auch die Massen an Touristen nagen an den Konstruktionen (vor allem wenn sich diese nicht an Absperrungen halten & für ein Selfie anscheinend ihr Hirn abschalten).
Machu Picchu in Peru
Wir sahen in der Anlage recht viele Arbeiter bewaffnet mit einem Spachtel Wände befestigen und fleissig am restaurieren. Welche Bereiche Original sind und welche nicht, lässt sich ohne Guide also nicht wirklich sagen. … und selbst mit Guide, welche zahlreich am Eingang ihre Dienste auf so gut wie allen Sprachen anbieten, wird man uns sicherlich nicht die ungeschöhnte Wahrheit erfahren.
Machu Picchu in Peru
Machu Picchu in Peru
Ein Grund mehr warum ich der Meinung bin, wir sollten Machu Picchu den Lamas überlassen und uns den Kern der Anlage nur von aussen ansehen. Denn der Pfad durch die Anlage und Richtung Ausgang war gegen Nachmittag so heftig überlaufen und Reih an Reih, da wundert es mich eh wie die Wege dies überhaupt noch aushalten.  

Belohnung muss sein!

Einen anstrengenden & auch wettertechnisch besonders glücklichen Tag beendeten wir mit einem ordentlichen Mahl im urigen Indio Feliz Restaurant.
Machu Picchu in Peru
Machu Picchu in Peru
Indio Feliz ist für seine aussergewöhnlich gute Küche schon seit Jahren bekannt – Inhaber ist Franzose – und wir können deren 3-Gänge Menü daher wärmstens empfehlen!  

Machu Picchu, wir waren begeistert!

Machu Picchu in Peru
Die Anreise zu Machu Picchu mag zeitlich anspruchsvoll und preislich nicht wirklich ein Schnäppchen sein, doch sie ist echt jeden Cent Wert! Empfehle ich auch unbedingt den Weg hoch zum Machu Picchu Berg mit zunehmen, denn selbst wenn Du es nicht bis zum Gipfel schaffen solltest, der Blick unterwegs belohnt für jede extra Anstrengung.
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Kommentare

  1. Patrick

    Hat mit ticketmachupicchu(.)com alles gut funktioniert? Wir haben auch gebucht, wollen aber noch eine Bestätigung, dass die Seite vertrauenswürdig ist…

    • Oliver

      Servus Patrick.

      Ja, verlief alles relativ problemlos. Das ist allerdings schon ein paar Jahre her. Viel Spaß und berichte gerne hier, falls es Probleme gab oder du den Service auch weiterempfehlen würdest. vg, Olli

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