Bei unserer ersten Reise nach Sri Lanka erwarteten wir Indien in klein, es war dann aber doch deutlich anders – im positivem Sinne – wenn auch das Chaos auf den Straßen, die wuseligen Menschenmassen und die leckeren Curry Gerichte uns erst mal sehr an Indien erinnerten. Dieser Guide fasst unsere Highlights zusammen: von Negombo über Pinnawala, Sigiriya und Dambulla bis nach Kandy und zurück.
Ankunft: Flug und erste Eindrücke in Negombo

Unser Flug ging recht früh mit SriLankan Airlines von Bangkok aus pünktlich und ohne Probleme direkt nach Colombo, vom riesigen Suvarnabhumi Airport. Für Sri Lanka benötigten wir beide ein VISUM (ETA), welches man sich vorab online bei www.eta.gov.lk holen kann und beim Check-in vorgezeigt werden muss.

Es war unser erster Flug mit SriLankan und es gab eigentlich nichts zu meckern. Netter Service, große Airbus Maschine mit Personal TV da der Flug aus Beijing kam, Essen so lala und Beinabstand war für mich mit 1,86 auch in Ordnung. Am Flughafen wechselten wir erstmal etwas Bargeld in Sri Lankan Rupee, freuten uns über die zusätzlichen Nullen und fühlten uns mal wieder sehr reich.


Wir besorgten uns ein Taxi, es dauerte nicht lange bis uns ein Fahrer ansprach. Die Stadt Negombo liegt deutlich näher zum Flughafen, ist viel entspannter als Colombo und rund um Lewis Place gibt es zahlreiche Gästehäuser, Restaurants und direkt den Strand. Vom Besitzer des Gästehauses bekamen wir noch hilfreiche Infos über die Gegend und wie unsere Tour weiter gehen könnte.




Nach einem ersten Curry nebenan besuchten wir erst mal den Strand. Ein Zugang ist direkt auf der anderen Straßenseite zu finden, dort wurde allerdings in der prallen Sonne Fisch getrocknet.



Es gibt noch einen offiziellen Strandabschnitt zu dem wir dann hoch spazierten. Hier waren weniger Fische dafür mehr Menschen und einige Eiswagen zu finden. Sehr nett gemacht und an einer Strandbar gönnten wir uns dann auch unser erstes lokales Bier, ein Lion Stout was überraschende 8,8% hatte. Auf schwimmen und in der Sonne braten hatten wir keine Lust und wollten uns lieber noch die Innenstadt ansehen.




Leicht beschwippst schnappten wir uns ein Tuk Tuk, sagten City und man warf uns an einer Markt Ecke knapp 10 Minuten später wieder raus. Es lohnt sich immer vorher nach dem Preis zu fragen und etwas zu handeln.


Die Innenstadt von Negombo hat nicht viel zu bieten und wir legten recht schnell eine Pause in einem der kleinen Shops ein und erfrischten uns mit einem frisch gemachten Mango Lassi. Da saßen wir nun, nuckelten an unserem Shake und wurden von allen Seiten mit dezenten Blicken begutachtet. Ein Gefühl wie wir es schon aus Indien gut kannten.




Eine Attraktion gibt es dann doch, den größten Fisch Markt von Sri Lanka. Wir waren allerdings am Nachmittag da und so gab es nur noch Reste, welche uns geruchstechnisch dann aber auch absolut reichte. Auch hier wird, allerdings in größerem Umfang, Fisch in der Sonne und direkt am Strand getrocknet.

Kleiner Hinweis: Die Steckdosen in Sri Lanka sind sehr merkwürdig und erfordern bei der ersten Benutzung etwas Überwindung, da man nur etwas einstecken kann, wenn man einen Stift o.ä. in das obere der 3 Löcher gleichzeitig steckt.
Pinnawala: Die Elefanten und ein Auto namens TATA Nano

Da es in Negombo nicht wirklich viel für uns zu entdecken gab, machten wir uns nach nur einer Nacht und in aller Frühe bereits wieder auf den Weg Richtung Dambulla, welches u.a. für seinen Höhlentempel und dem nahegelegenen Sigiriya Rock bekannt ist. Unterwegs wollten wir unbedingt noch einen Stopp zur morgendlichen Fütterung im Pinnawala Elefantenwaisenhaus einlegen und entschieden uns daher gegen den Bus und für ein Auto mit Fahrer.
Da wir es unbedingt günstig haben wollten, stand zu unserer Überraschung ein TATA Nano am Morgen vor unserer Tür. Der Fahrer super nett aber schon deutlich über 60 und wir merkten recht schnell, dies ist auch seine erste Fahrt mit dieser Luxus Limousine, die max. 120km auf dem Tacho stehen hat und gefühlt noch enger als ein SMART ist, obwohl 4 Leute reinpassen (sollen).
Jeder Überholvorgang wurde unterwegs somit noch spannender. Besonders wenn uns Busse oder LKW´s auf der eigentlich unseren Straßenseite entgegen kamen, verschlug es uns regelmäßig die Sprache. In Sri Lanka wird wann und wie man möchte überholt. Busse fliegen schon fast, so schnell sind die auf den engen Straßen unterwegs, LKW´s hupen sich ihren Weg frei und die zahlreichen und oft echt super langsamen TukTuk´s dazwischen, zwingen den Fahrer regelmäßig riskante Überholmanöver durchzuführen.
Dies führte allerdings dazu, das wir auch schon mal eine kleine Zwangspause einlegen mussten, da die Polizei unseren Fahrer nach einem Überholmanöver an einem der gelben Fußgängerüberwege anhielt. Es ging aber schnell und unbürokratisch weiter, wir wollten ja die morgendliche Fütterung nicht verpassen…


Unterwegs gönnten wir uns dann aber doch noch eine kurze Pause in einem Waldgebiet und tranken zusammen frisch zubereiteten Tee. Die Fahrt von Negombo bis zum Pinnawala betrug immerhin knapp 2 1/2 Stunden.

Am Elefantenwaisenhaus angekommen, sahen wir erst mal eine super lange Schlange von wartenden Menschen vor dem Eingang. Da Sri Lanka für ausländische Touristen bei Eintrittsgeldern aber immer und überall schon fast unverschämte Preise nimmt, durften wir an dieser Schlange einfach vorbei ziehen und waren 2 Minuten später ohne Anstehen bereits im Camp.
Eigentlich sind wir ja keine großen Fans von Elefantencamps, die es in Thailand ja auch und leider zahlreich gibt und nur einen Zweck erfüllen, die Touristen glücklich machen. Über das Pinnawala haben wir aber viel positives gelesen gehabt und dies bestätigte sich auch. Es wird sich dort um nicht mehr vermittelbare ältere oder behinderte Erwachsene und verwaiste Baby Elefanten gekümmert. Viele der Kleinen kommen aber auch aus der eigenen Zucht, was wohl auch ein großer Erfolg ist.


Nur manche des dort lebenden Nachwuchs werden per Flasche gefüttert, was dann auch direkt als eine eigene Touristen Attraktion genutzt wird und für uns mit der Hauptgrund war dort Halt zu machen. Super süss und ganz schön durstig, keine Ahnung wie viele Flaschen der Kleine weggezogen hat aber es waren einige!


Bei der Fütterung sind die Kleinen leider angekettet, da sie sonst in die Menschenmenge rennen würden, so wurde es uns zumindest erklärt. Wie man auf dem Foto aber sieht, wäre er natürlich lieber frei und versuchte immer wieder die Kette los zu werden.



Platztechnisch geht es den Elefanten hier ansonsten verhältnismässig recht gut. Tagsüber können sie in einem großen Gebiet recht frei als Herde umherziehen und zwei mal pro Tag geht es zum Baden an einen nahegelegenen Fluss.




Den Tieren auf dem Weg zum Fluss und dann dort im Wasser zuzusehen, war ein absolutes Highlight. Die Kleinen spielen wie wild im Wasser und die Grossen freuen sich sichtbar über die Abkühlung und etwas Freiheit auf der anderen Seite des Flusses. Wir beobachteten das Treiben eine volle Stunde von der Terrasse eines Restaurants aus, welches zwar einen perfekten Blick bietet, dafür aber auch gesalzenen Preise verlangt.




Schon gewusst das man aus Elefantendung Papier herstellen kann?
Pro Wildlife zum Thema Pinnawala Elefantencamp
Es ist wohl doch nicht alles so rosig wie wir es erhofft hatten. Eine Meldung von Pro WildLife: „Das Pinnawala Elefantencamp (PEO) ist kein Waisenhaus sondern ein Zuchtbetrieb, aus dem Elefanten in die ganze Welt verkauft werden.“ Als Alternative zum Pinnawala Elefantencamp empfiehlt Pro Wildlife das Elephant Transit Home im Uda Walawe National Park. Das Reiten auf Elefanten, so z.B. rund um Sigiriya Rock angeboten, solltest Du dir ebenfalls verkneifen!
Ankunft in Dambulla


Nach knapp 2 weiteren Stunden Fahrt kamen wir endlich auch in Dambulla an. Die Zimmer waren für den Preis sehr ordentlich, die Lage superb und nur 5 Gehminuten vom Golden Temple entfernt, den wir uns zumindest von außen an dem Tag dann auch noch ansahen.




Sehr kitschig von außen und für uns daher eher weniger einladend. Wir entschlossen uns also lieber ein Eis zwischen den kleinen Marktständen auf der anderen Straßenseite zu essen und die dort lebenden Affen zu beobachten.



Am Abend wartete ein hervorragendes Sri Lanka Dinner auf uns und der Besitzer legte viel Wert darauf, einen so richtig satt zu machen. Zum Nachtisch gab es noch einen frischen Früchte-Teller, das meiste davon kam direkt aus dem Garten.

Was mir bisher in allen Gästehäusern sehr gut gefiel, es gab nicht nur eine Halterung für ein Moskitonetz, es hing auch eines dran und einer ruhigen Nacht stand daher nichts im Wege.
Sigiriya – Der Löwenfelsen


Unser Programm für den nächsten Tag bestand vor allem aus Treppensteigen – und noch mehr Treppensteigen. Um die Mittagshitze zu vermeiden, waren wir schon frühmorgens auf den Beinen Richtung Sigiriya, dem Löwenfelsen – ein weiteres UNESCO Weltkulturerbe. Mit dem Tuk Tuk ist es am einfachsten von Dambulla nach Sigiriya zu kommen. Aus der Ferne erinnerte uns der Monolith erst an den Uluru in Australien – nur etwas grüner.




Früh da zu sein lohnt sich: es ist noch nicht so heiß und man hat viele Ecken noch für sich. Der erste Teil des Weges zum Gipfel ist noch recht einfach – ein paar Steintreppen, dann eine Wendeltreppe und man erreicht eine Höhle mit gut erhaltenen Fresken.






Im Anschluss geht es die Wendeltreppe auf der anderen Seite wieder runter und weiter hoch zum ersten Plateau. Hier gibt es Warnschilder bezüglich Hornissen-Angriffen – ernst nehmen! Die letzte Etappe ist steil, aber der Ausblick oben ist absolut überwältigend.










Oben auf dem Felsen traf uns nicht nur der Ausblick vom Feinsten – wir entdeckten auch eine fotogene Eidechse und bekamen Besuch von einem sonnenanbetenden Hund, der unsere Kekse begehrte. Kurz vor dem Ausgang unbedingt noch einen frischen Obst-Shake gönnen!
Dambulla Höhlentempel: Affen und Buddha-Figuren


Unser Zimmer im Blue Sky Guesthouse war leider für keine zweite Nacht mehr frei, dafür aber im Gästehaus seines Bruders. Das Golden Rainbow Inn ist etwas abseits der Hauptstraße gelegen und somit super ruhig, man kann aber trotzdem noch alles gut zu Fuß erreichen. Am Abend sollte man allerdings eine Taschenlampe mit nehmen, denn Laternen o.ä. gibt es an den Wegen durch den Wald nicht.
Von der Ausstattung der Zimmer ist es ähnlich, das drumherum ist allerdings mitten im Wald etwas schöner. Morgens zum Frühstück wird man außerdem von Affen begrüßt, die zwar super nett & süss aussehen aber jede Unaufmerksamkeit mit einer geklauten Scheibe Toast belohnen.




Zu den Höhlentempeln konnten wir in Ruhe zu Fuß gehen und waren zur Nachmittagszeit da. Bester Zeitpunkt, denn es ist nicht mehr so heiss und die meisten Tour-Gruppen sind bereits wieder weg. Natürlich ging es wieder zig Stufen den Berg hoch, allerdings weniger abenteuerlich als in Sigiriya – dafür streunen dort jede Menge Affen umher und besonders dem Nachwuchs könnte ich stundenlang beim spielen zu sehen.
Um ein Haar wäre ich am Eingang zum Tempel noch fast von einer Kokosnuss, die ein Affe vom Berg fallen lassen hat, erschlagen worden. Sichtlich geschockt hat er 2 Minuten starr vom Felsen auf uns herab geguckt um dann mit stolzer Brust runter zu klettern und sich die Nuss zwischen uns wieder zurück zu holen. Berührungsängste haben die Tiere hier kein bisschen mehr, zu versuchen sie am Kinn zu streicheln würde ich aber trotzdem von abraten. Die Zähne sind nicht ohne!


Die schick in weiß gehaltene Tempelanlage ist ansonsten sehr ruhig und lädt zum verweilen ein. Im inneren der Höhlen kann man sich eine Überdosis Buddha-Figuren holen. Es stehen dort hunderte, unterschiedlichster Art und obwohl ich mich an so etwas eigentlich schon längst satt gesehen habe, fand ich es dort in den Höhlen irgendwie sehr speziell und recht interessant.

Chizuru fand es eher unheimlich und eine verpennte Katze deutlich interessanter.


Von dort oben hat man auch einen wunderbaren Ausblick auf die satt grüne Umgebung und man kann in der Ferne sogar den Löwenfelsen von Sigiriya entdecken! Alles was wir sehen wollten konnten wir abhaken und unsere Empfehlung lautet eindeutig hier mindestens 2 Nächte zu bleiben um genug Zeit für die Umgebung zu haben.
Von Dambulla nach Kandy – der heilige Zahn


Kurz bevor wir uns zur Bus Station Richtung Kandy aufmachen wollten kam der Besitzer des Gästehauses mit seinem Minivan angefahren und fragte ob wir nicht lieber damit nach Kandy fahren wollen würden. So könnten wir unterwegs ein paar Pausen einlegen und würden auf dem Weg auch etwas mehr und gemütlicher von der Umgebung mitbekommen. Bei dem Wort gemütlich hatte er mich schon überzeugt und der Preis stimmte auch, also ab dafür.




… und recht hat er gehabt, die Pausen die wir so einlegten z.B. bei einem Tempel und auch die Fahrt selbst war sehr entspannt. Wir bekamen viel der schönen Umgebung unterwegs mit und unser Fahrer hatte noch die ein oder andere Info für uns. Auch kannte er immer gute Stellen um für ein Foto zu stoppen.



Als bei uns allen so langsam der Magen knurrte legten wir eine Pause in einer kleinen, lokalen Teestube ein. Hier gab es diese kleinen Sri Lankan Samosas, Roti und leckeren Tee die dort zu einer meiner Lieblingsgerichte für Zwischendurch gehörten und ein paar Bananen für unterwegs konnte ich auch gleich noch kaufen!






Unser Hotel, das Majestic Tourist Hotel, liegt ruhig auf einem der Berge in der Nähe des Sees von Kandy und von den Balkonen der Zimmer hat man einen sehr netten Ausblick. Selbes gilt für das Restaurant auf der Dachterrasse.




Unser erster Spaziergang führte auch direkt zum See welcher eine kleine Oase in dieser doch etwas hektischeren Stadt ist. Kandy ist die zweitgrößte Stadt Sri Lankas und besonders im Zentrum ist auf den Straßen recht viel los. Busse, Autos, Tuk Tuks und die dazugehörige Geräuschkulisse.
An dem See ist auch eines der absoluten Heiligtümer von Sri Lanka gelegen, das Gebäude in dem ein Zahn Buddhas aufbewahrt wird. Das Gebäude ist militärisch gesichert und wer sich den Zahn bzw. den Kasten in dem er aufbewahrt wird ansehen möchte (den Zahn selbst sieht man dabei nicht) sollte sich früh anstellen. Wir übersprangen dieses Erlebnis ignoranter Weise.


Am See sind neben Fischen und zahlreichen Vögeln auch einige Warane zu sehen.


Unser nächstes Ziel war der Bahnhof, denn die Strecke Kandy nach Colombo wollten wir mit dem Zug fahren und Tickets gibt es nur dort zu kaufen. Klappte alles ohne Probleme und wir waren froh unsere Tickets zuvor gekauft zu haben, denn viele Plätze gab es in der 2. Klasse nicht mehr!

Auf dem Rückweg zogen wir noch etwas durch die Seitenstrassen der Innenstadt ehe wir in einem Pub auf ein kühles Bierchen landeten. Direkt an der Hauptstraße gelegen hat man hier einen netten Blick von der Terrasse der 1. Etage auf das unten stattfindende Getümmel.

Kandy: Botanischer Garten, Flughunde und die Zugfahrt nach Colombo

Die erste Nacht in Kandy haben wir dank Moskitonetz gut verbracht und nach einem schnellen Frühstück schnappten wir uns ein Tuk Tuk zum botanischen Garten. Schwitzten wir in Dambulla noch zu egal welcher Tageszeit, war es in Kandy am Abend und frühen Morgen schon fast frisch. Eigentlich sehr angenehm, denn eine Gänsehaut aufgrund frischer Temperaturen hatten wir beide schon länger nicht mehr!


Der botanische Garten liegt etwas außerhalb der Stadtgrenze, ist aber unkompliziert zu finden. Der Park ist sehr nett angelegt, es gibt viele Pflanzen und besonders dicke Bäume zu sehen. Sitzgelegenheiten sind allerdings nicht so einfach zu ergattern, denn an jeder freien Ecke und Parkbank findet man händchen haltende Pärchen.


Etwas womit wir nicht rechneten war, in diesen Bäumen hunderte wenn nicht tausende Flughunde zu entdecken. Die meisten hingen entspannt kopfüber an einem der Äste und manche schwebten durch die Luft und alle machten einen ordentlichen Lärm. Sehr witzig, allerdings sollte man aufpassen unter welchem Baum man eine Pause macht, denn es „regnet“ ab und an.




Umgeben ist der Park von einem Fluss und so bietet er einen idealen Ort für so manche Affen Familie. Auch hier konnten wir wieder ungestört dem Nachwuchs beim spielen zusehen. Auf seine Tasche sollte man vor lauter Begeisterung ebenfalls gut aufpassen!

Zurück zur Innenstadt von Kandy ging es mit dem Bus, welcher am Anfang zwar noch schön leer war, unterwegs aber immer voller wurde bis einfach kaum noch Platz zum Atmen war.
Mit dem Zug von Kandy nach Colombo


Wir hatten ja Tickets für den Zug um 06:15 nach Colombo, eine zwar sehr unchristliche Zeit dafür ist es aber noch nicht so heiss in den Zügen wenn man ein Ticket für die Klasse ohne Klimaanlage hat. Am Bahnhof angekommen stand unser Zug schon bereit und wir konnten direkt rein. Sitze sind bei der 2. Klasse fest reserviert und man muss sich keine Sorgen machen ggf. stehen zu müssen. Kauften noch schnell etwas zum Frühstück und einen heißen Kaffee bei einem auf dem Bahnsteig rumlaufenden Händlern – es gab dort so ziemlich alles zu kaufen.







Ein großer Vorteil der nicht klimatisierten Klasse ist die Möglichkeit die Fenster komplett öffnen zu können. So hat man einen wunderbaren Ausblick auf die vorbeiziehende Gegend. Tipp: Versuch einen Platz in der linken Sitzreihe zu bekommen, denn dort hat man öfters einen wunderbaren Ausblick auf den die rechts sitzende Seite oft komplett verzichten musste.
Rückreise: Colombo, Negombo und Abflug


Unser Aufenthalt in Colombo war nicht von langer Dauer, denn auf Großstadt hatten wir ausnahmsweise mal nicht wirklich Lust. Wir wollten uns sozusagen die gemütliche Stimmung aus Kandy und der Zugfahrt nicht mit der Hektik und dem Chaos von Colombo verderben. Wir wechselten daher schon kurz nach Ankunft direkt wieder in einen lokalen Zug Richtung Negombo.
Der juckelt recht gemütlich mit offenen Türen durch die Gegend und ist spottbillig. Da wir keinerlei Ahnung hatten wie lange der Zug für die Strecke benötigen würde, suchten wir bei jedem Stopp den Namen der Haltestelle. Eine Ansage oder Anzeige gab es nicht. Nun wissen wir, es ist die 2. Haltestelle nach dem Flughafen an dem man nach ca. 1 Stunde vorbei fährt – bzw. man nimmt einfach die Haltestelle, an der auch alle anderen Westler und Rucksacktragende aussteigen.






Unseren letzten Tag in Negombo verbrachten wir abwechselnd am Strand, der zu langen Spaziergängen einlädt. Wer in Negombo übernachtet darf sich den Sonnenuntergang nicht entgehen lassen.



Es hat allerdings nicht lange gedauert ehe ein russischer Hobby Fotograf eine Hochzeitsgesellschaft am Strand entdeckte und jede Pose einfach mal mit fotografierte. Als er dann auch mich entdeckte, wir saßen im Sand und beobachteten den Spaß, fing er auch noch total begeistert an von uns Fotos zu machen. Total durch solche Leute meiner Meinung nach.
Zum Flughafen gom Flughafen gelangt man günstig und einfach mit dem Tuk Tuk. Der Rückflug mit Sri Lankan Airlines verlief problemlos. Wichtig: Tickets bzw. Buchungsbestätigung ausdrucken und mitnehmen, denn die werden am Eingang der Flughäfen von den Sicherheitsleuten verlangt!
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